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Inselliebe

Unsere Verantwortung

There is no planet B.

Tagtäglich übernehmen wir Verantwortung. Sei es im Job oder Straßenverkehr, für unsere Familie oder Freunde, im Idealfall selbstlos und selbstverständlich, manchmal sehr ungerne. Oftmals denken wir nicht darüber nach, denn es passiert ganz natürlich und gehört eben zum Leben dazu. Wir verlassen uns blind auf unsere Routine, die wir für unseren Alltag mitunter lange optimiert haben, sind an vieles gewöhnt, nehmen die Dinge so hin und immer seltener wahr. Wieso auch, wenn es uns persönlich nicht stört oder beeinträchtigt? Es läuft doch. Irgendwie. Wieso sollte man etwas Funktionierendes verändern? 

Für Bloggerin und Unternehmerin Louisa Dellert stand eines Tages fest: „Ich muss etwas ändern und Verantwortung übernehmen.“ Zum damaligen Zeitpunkt war sie noch eine von den herkömmlichen Influencerinnen, die sich hauptsächlich mit den Themen Fitness und Optik auseinandersetzen. Ein Erlebnis während ihres Urlaubs sollte ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre Lebenseinstellung allerdings komplett verändern. Es ging, wie so oft, um das perfekte Selfie im Meer. Elegant wollte sie durchs Wasser gleiten, entspannt und schön aussehen. Doch so richtig instagramtauglich war die Szenerie nicht. Sie war umgeben von Plastikresten und weiterem Müll, was man auf den Fotos deutlich erkennen konnte. Egal, Photoshop wird’s schon richten, war ihr erster Gedanke. Der zweite allerdings: Wieso ist der Müll überhaupt im Meer? Gefolgt von: Wo kommt er her und was kann man dagegen tun? 

Ab diesem Moment hat sich für „Lou“, wie ihre Follower sie verkürzt nennen, vieles verändert. Sie hat ihre persönliche Routine neu überdacht, sich bewusst gemacht, wie viel Plastik so ein Tag mit sich bringt und schließlich, wie man das Leben auch weitestgehend plastikfrei genießen kann. Darüber hat sie vor ein paar Wochen in einem Vortrag in der Alten Post berichtet. Ich war fast überrascht, wie viele von ihren Tipps und Alternativen ich mittlerweile selbst berücksichtige und wie selbstverständlich lebe. Denn auch ich habe vor einiger Zeit Schritt für Schritt angefangen meine Routine und meinen Konsum zu überdenken und zu verändern. Schritt für Schritt. Darauf kommt es an. Das macht auch Louisa in ihrem Vortrag, bei welchem bis auf eine Ausnahme, nur Frauen anwesend waren, deutlich. Sie ist nicht perfekt, kauft sich auch hin und wieder eine Tüte Chips, allerdings mit einem anderen Bewusstsein. Auch ich bin alles andere als perfekt.

Nicht mit dem Finger aufeinander zu zeigen, das sollten wir uns immer wieder einprägen. Ein Credo, dass sich, wie auch Louisa Dellert, der Surf Club Sylt beim diesjährigen Beach Clean Up auf die Flagge geschrieben hat. „Wir brauchen nicht eine handvoll Leute, die ‚zero waste’ perfekt betreiben – wir brauchen MILLIONEN, die ‚less waste’ so gut sie können versuchen“, zierte ein handgeschriebener Pappaufsteller einen Tisch mit plastik- und schadstofffreien Alternativen für den Alltag. Von der handgesiedeten Naturseife bis zu eigens kreierten Putzmitteln wurden tolle Produkte gezeigt. Nicht, um jemanden zu irgendwas zu zwingen, sondern um zu inspirieren. 

Der SCS Beach Clean Up, an dem über 150 Leute teilnahmen und in nur drei Stunden mehr als 200 Säcke Plastikmüll gesammelt wurden, hat auch in diese Jahr wieder gezeigt, wie viel Scheiß sich in unserer Natur und den Meeren befindet. Es wird schwer sein diesen dramatischen Prozess aufzuhalten, es scheint mitunter aussichtslos. Aber jetzt einfach aufzugeben, sich damit abzufinden kann nur der falsche Weg sein. „Wir alle, die älteren Generationen, haben versagt. Und unsere Kinder müssen das jetzt ausbaden. Das globale Problem können wir nur in den Griff bekommen, wenn wir lokal alle mitanpacken“, bringt Angelo Schmitt alias „Shades of Trash“ es bei seiner Ansprache im Anschluss an den Beach Clean Up auf den Punkt. Es liegt also unter anderem in meiner, deiner, eben unserer Verantwortung. Täglich, von früh bis spät. Vollkommen selbstverständlich. Stimmt’s?

Tags:
  • Inselliebe
  • Natur
  • Julz von Sylt

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Julz von Sylt

Ich nenne viele Plätze dieser Welt mein Zuhause, doch wenn ich mit meinem Surfbrett auf der Nordsee sitze und dem schier unendlich wirkenden Horizont entgegenschaue, wird mir jedes Mal bewusst: Hier gehöre ich hin.
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