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Inselliebe

Der RECUP auf Sylt: return. reuse. recycle.

Insulare Premiere: Die Sylter führen ein Mehrwegsystem für Coffee-to-go-Becher ein.

Und Tschüss, blöde Coffee-to-go Becher! Ach tut es gut das zu schreiben.

Auch wenn ich diese praktischen Teile ja durchaus jahrelang geliebt habe, stehen sie auf meiner Luxus-Hass-Müll-Liste mittlerweile ganz weit oben. Direkt neben den Luftballons und Plastiktüten. Wir Sylter haben es „endlich“ begriffen. Zumindest einige von uns, Tendenz steigend. Halleluja. Ob es an der Zeit war? Ganz bestimmt, aber manche Dinge brauchen bei uns auf der Insel eben länger. Das ist definitiv keine Entschuldigung, ich weiß. Ich freue mich einfach, dass wir uns endlich in die richtige Richtung bewegen. 

Doch worum geht’s hier eigentlich? Gemeinsam mit den Sylter Unternehmern, der Sylt Marketing GmbH und weiteren Kollegen hat die Bäckerei Raffelhüschen ein Mehrwegsystem für Coffee-to-go Becher initiiert. Mithilfe des jungen Unternehmens RECUP werden testweise ab dem 1. Oktober rund 700 wiederverwendbare Kaffee-Becher auf Pfandbasis in den Umlauf gebracht, um den täglich anfallenden Müll zu reduzieren. 320.000 Coffee-to-go Becher werden laut der „Deutschen Umwelthilfe“ stündlich in Deutschland verbraucht. Übers Jahr sind das insgesamt drei Milliarden Kaffeebecher. Kaum vorstellbar wie viele Stadien man damit füllen könnte! Hinzukommen dann noch die 83.000 Tonnen CO2-Emissionen, die bei der Herstellung entstehen. Und das alles, damit wir mit unserem Heißgetränk von A nach B stolzieren können.

An diesem nachhaltigen Projekt teilnehmende Betriebe auf Sylt sind Michel’s Backhüs, Sylt Entrée, Raffelhüschen, die Crêperie am Meer und die Niebüller Backstuben. Die Testphase findet zunächst in der Friedrichstraße und Strandstraße in Westerland statt. Das bedeutet also, dass ich mir bei Michel’s Backhüs einen Matcha Latte im RECUP kaufen und diesen dann nach Verzehr zum Beispiel an der Crêperie am Meer wieder abgeben könnte. LOVE IT! Einziger Haken ist aktuell, dass der Deckel nach einmaligem Benutzen im Müll landet. Wieso? Dieser muss halt leider erst noch entwickelt werden. Da sind die Gründer von RECUP allerdings schon am Ball und motiviert, schleunigst eine Lösung zu finden. Bis dahin könnte man natürlich auch einfach auf den blöden Deckel verzichten. Oder aber, ich weiß, das klingt jetzt vielleicht etwas verrückt: einfach mal ’ne Pause einlegen und den Cappuccino vor Ort im Porzellan genießen. Ich hab’ gehört, das soll sogar entschleunigen...

In Großstädten wie Köln, München und Berlin scheint das Konzept bereits wunderbar zu funktionieren. Ich bin gespannt, wie die Sylter und Urlauber darauf reagieren. Oder besser gesagt, wie schnell sie sich daran gewöhnen werden. 

Weitere Infos zum RECUP gibt’s hier.

Foto: RECUP

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Julz von Sylt

Ich nenne viele Plätze dieser Welt mein Zuhause, doch wenn ich mit meinem Surfbrett auf der Nordsee sitze und dem schier unendlich wirkenden Horizont entgegenschaue, wird mir jedes Mal bewusst: Hier gehöre ich hin.
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