© Julia Lund

Sylt-Bücher

Bücher von und über die Insel für Sie zusammengefasst

Von Krimi bis Poesie: Dieser Sylter Lesestoff ist ideal, um sich einige Stunden auf die Insel zu lesen oder den persönlichen Urlaubsunterhaltungsfaktor zu erhöhen. Aber schauen und lesen Sie am besten selbst...

Buchpremiere: Stumme Zeit - Silke von Bremen

© Silke von Bremen

Die bekannte Sylter Gästeführerin Silke von Bremen veröffentlicht ihren ersten Roman "Stumme Zeit". Auf 400 Seiten schreibt die Autorin über Familien-Geheimnisse und -Geschichten, über die Vergangenheit der Insel und das damit einhergehende facettenreiche Schweigen.

Zur Geschichte:
Als Sönnich Petersen stirbt, ist niemand im Dorf am Watt traurig, am wenigsten seine Tochter Helma. Er war kein liebevoller Vater, der Krieg hatte ihn hart gemacht. Sein Tod fällt in eine Zeit, in der der aufkommende Tourismus neue Menschen und Gebräuche mit sich bringt. Immer mehr Inselbewohner wollen am Wohlstand teilhaben, auch Helma vermietet bald an Badegäste. Doch da ist noch etwas, was sie beschäftigt: Über ihre früh verstorbene Mutter wurde immer eisern geschwiegen. Auch um die Mutter ihres Kindheitsfreundes Rudi gibt es ein Geheimnis, sie wurde während des Krieges abgeholt und kam nie zurück. Wie konnten die Frauen einfach so verschwinden? Warum fragte niemand nach ihnen?
Die Suche nach Wahrheit führt Helma und Rudi in dunkle Kapitel der Geschichte ihrer Insel.

Zum Buch

Mein Sylt von Bleicke Bleicken

Der Autodidakt Bleicke Bleicken hat wie kein anderer Fotograf über Jahrzehnte das Leben auf Sylt mit der Kamera festgehalten. Im Laufe seines künstlerischen Schaffens rückte die Faszination für die Natur immer mehr in den Vordergrund: die weite Land- schaft, die Dünen, das Meer und der Himmel über Sylt waren Bleickens Hauptmotive. Experimentelle Nahaufnahmen mit seiner Rolleiflex-Kamera eröffneten ihm darüber hinaus eine neue Sicht auf Flora und Fauna der Insel.
Das Buch Sylt. Meine Insel (Kehrer, 2014) zeigte Bleickens Schwarz- Weiß-Fotografien aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auch die hier versammelten Farbbilder wecken Erinnerungen und Sehnsucht und nehmen uns mit auf eine bunte Zeitreise in die 1950er und 1960er-Jahre.

© Bleicke Bleicken

Anstehende Lesungen auf Sylt

Diesen Autor*innen können Sie ganz persönlich beim Vorlesen ihrer Werke zuhören.

Insel-Poesie Sylt

Rosa Maria Luible-Ernst hat ein ganz besonderes Reisebüchlein für feinsinnige Inselliebhaber*innen und interessierte Inselneulinge geschrieben. Auf den 80 Seiten findet Inseltypisches (Landschaft, Natur, Wahrzeichen, einschlägige Lokalitäten …) in poetischen Stimmungsbildern Ausdruck. Das Buch ist im Buchhandel mit der ISBN-Nummer 978-3-8335-9023-8 bestellbar.

© Eiland Verlag

Sylt – ich bin eine Insel

Wie mag es sich wohl anfühlen „Sylt“ zu sein? Eine Frage, die sich Autorin, Schauspielerin und Inselliebhaberin Uta Krüger, die schon von Kindesbeinen an mit ihrer Familie nach Sylt reiste, gestellt hat. In ihrem Buch lässt Uta Krüger die Insel für sich sprechen: Sylt erzählt aus ihrer Perspektive, wie sie entstand und sich veränderte, wie sie zu dem wurde, was sie heute ist. Verpackt in eine Kindergeschichte, die sich auch an Erwachsene richtet, beabsichtigt die Autorin auf das Ungleichgewicht zwischen Massentourismus und Inselschutz aufmerksam zu machen. Sie möchte auf diesem Weg selbst etwas zur Wertschätzung und zum Erhalt des Naturschatzes Sylt beitragen. Illustiert wurde das Buch von Juliia Ukrainets.

Achtsam oder abgelenkt?

Die Welt hinter dem Bildschirm ist faszinierend. Sie verbindet und belohnt uns unentwegt, unmittelbar und anstrengungslos; erleuchtet in bunt, zeigt sich maßgeschneidert, abwechslungsreich und grenzenlos. Wir greifen immer wieder hin, sehen nach, loggen uns ein, senden, empfangen, klicken, wischen, warten, suchen, hoffen und finden. Kurze Clips, perfekte Bilder, schnell wechselnder Input. Wir können alles erhaschen und müssen nichts wirklich erfassen. Gefällt uns etwas, so liken wir, ansonsten swipen wir. Aber was macht diese rasante Reizflut mit unserer Aufmerksamkeit? Können wir noch abschalten und im Urlaub den Alltag ganz hinter uns lassen...Weiter zum handverlesen-Beitrag.

Das vierte Buch "Achtsam oder abgelenkt" von der auf Sylt lebenden Johanna Katzera beschreibt die Anziehung digitaler Medien, stärkt das Bewusstsein für den Wert unserer Aufmerksamkeit und gibt Anregungen für eine gesunde Nutzung. Das Thema „Digitale Balance“ ist Bestandteil ihrer Seminar- und Wanderwoche „Achtsamkeit und positive Lebensgestaltung“ auf Sylt. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit auf der Website der Autorin: www.einfachachtsam.de.

© Johanna Katzera
© Chinnow

Angedacht

"Angedacht" heißt das neue Buch von Past Rainer Chinnow, das er gemeinsam mit Autorin Imke Wein und Grafik-Designerin Anja Buchholz aus der Taufe hebt. 53 Mini-Andachten bilden ein Ganzes - für jeden Sonntag im Jahr eine. Aber natürlich darf man sie auch an jedem anderen Tag der Woche lesen meint der Pastor der Gemeinden Wenningstedt-Braderup und Kampen zur Struktur des Buches, das ab sofort im Pastorat erhältlich ist, aber auch online bestellt werden kann. Behandelt werden darin nicht weniger als die essentiellen Themen des Lebens. Diese Geschichten liefern Gedanken, die im besten Sinne beim Menschsein unterstützen. Oft sind es Alltagsgeschichten. Nicht zu heilig, aber ganz eindeutig in der Tradition der evangelischen Kirche. Die Protagonisten der 53 Geschichten in „Angedacht“ sind Menschen wie Du und ich – mit all den Zweifeln, Krisen und Glücksmomenten, die das Leben nunmal beschert. Wie nutze ich die Zeit, die mir gegeben ist, wie urteile ich weniger, handele besser? Zu all diesen Fragen gelingt den Figuren aus dem Chinnowschen Kosmos eine Annäherung. Gestalterisch hat Grafikdesignerin Anja Buchholz den Fisch als urchristliches Symbol gewählt, auf den sie im Laufe der 53 Kapitel und passend zum jeweiligen Thema die verrücktesten Varianten findet. Eine gehörige Portion Sylter Lokalkolorit zeigt sich sowohl im Design als auch im Inhalt. Zu den Live-Gottesdiensten und den Videoandachten auf dem youtube-Kanal der Kirchengemeinde schließt jetzt das Buch von Rainer Chinnow die Lücke. Norddörfer Kirchengemeinde to go – sozusagen. Für den Nachttisch, den Strandkorb und für unterwegs.

Ein Jahrhundert in Wort und Bild: "Sylt – die Werbe-Ikone"

Die von dem Sylter Journalisten und Autor Frank Deppe erstellte Publikation "Sylt – die Werbe-Ikone" dokumentiert in sehr anschaulicher Form die Geschichte der Insel und ihrer Werbung im 20. Jahrhundert. Genau genommen vereint das Werk gleichsam zwei Bücher in einem: Es verdeutlicht, nach Jahrzehnten geordnet, die werbliche Entwicklung Sylts wie auch die Ereignisse, die das Eiland im vergangenen Jahrhundert bewegten. Strand- und Badeleben, Leuchttürme und Dünen, Möwen und das Biikebrennen, leicht bekleidete Damen in der Brandung und ein Flirt am Strandkorb, aber auch Hakenkreuz-Flaggen an der Westerländer Promenade – die Bandbreite der zum Teil von Künstlern gemalten Motive auf den Titelseiten Sylter Werbeplakate und -prospekte zwischen 1900 und 1999 war groß. Zahlreiche Abbildungen aus allen Inselorten zeigen, auf welch unterschiedliche Weisen diese um Urlauber buhlten. Den Bogen zur Gegenwart spannt Moritz Luft: Der Geschäftsführer der Sylt Marketing Gesellschaft beleuchtet in einem interessanten Vorwort Sylt-Werbung im Wandel. Gleichzeitig ruft das großformatige Buch viele bedeutsame Ereignisse in Erinnerung, die Sylt im vergangenen Jahrhundert prägten, überraschten, vor Herausforderungen stellten. Natürlich finden sich darunter so markante Einschnitte wie die Kriege und der Strom der Heimatvertriebenen, Dammbau und Sturmfluten. Doch auch vielen anderen Begebenheiten wurde Platz eingeräumt: Dem versuchten Aufkauf Westerlands durch den Investor Reh und dem Verkauf der Neue-Heimat-Wohnungen in der Inselmetropole, der Eröffnung des Wellenbads und der Trennung der Gemeinden Rantum und Hörnum, einem tragischen Mordfall und einer Nummer für alle: Die Vorwahl 04651 für die gesamte Insel.

Frank Deppes neues Werk "Sylt – die Werbe-Ikone" ist ab sofort Sylter Buchhandel erhältlich.

© Frank Deppe
© Kraft der Elemente auf Sylt

Kraft der Elemente auf Sylt

Die vier Elemente Feuer – Wasser – Luft – Erde gibt es seit der Entstehung unserer Welt, und sie sind in Zeiten des Klima-wandels so aktuell wie nie. Dem Maler Ingo Kühl und der Märchenerzählerin Linde Knoch gelingt es in diesem Buch, sich mit den großen „Gesetzen des Lebens“ auf unserem Planeten auseinanderzusetzen und die gewaltige Kraft der Elemente wahrnehmbar zu machen. „Sylt ist ein Ort, der als Insel diesen Naturkräften in besonders starker Weise ausgesetzt ist. Urlauber und Bewohner spüren hier die Kraft der Elemente hautnah. Auch wir, als Maler und Märchenerzählerin, leben und arbeiten auf der Insel in der täglichen Begegnung mit Feuer, Wasser, Luft und Erde. Ausdrucksstarke Bilder und Sinn stiftende Märchen, die von den Wandlungen dieser elementaren Kräfte erzählen, fügen sich in diesem Buch zusammen“ lauten diese persönlichen Zeilen auf der Einleitung. Linde Knoch ist seit 1984 ausgebildete Märchenerzählerin und Seminarleiterin für Märchenkunde, textgebundenes Erzählen und meditativen Umgang mit Märchen für die Europäische Märchengesellschaft (EMG) und Bildungseinrichtungen. Sie ist wahrlich ein Unikat, wer sie erlebt, klebt an ihren Lippen, wird sie und ihre Persönlichkeit gewiss nicht wieder vergessen. Der Künstler Ingo Kühl führt und lebt seit 1980 neben Berlin Ateliers an der Nordsee auf Eiderstedt, Amrum, Nordstrand und auf Sylt. Seine Reisen in Europa, Israel, Iran, Thailand, Laos, Neuseeland, Südsee, Peru und Papua- Neuguinea sind ein wichtiger Teil des freischaffenden Malers in Keitum/Sylt und in Berlin.

Sylt literarisch

Wer die Insel Sylt und ihre Geschichte etwas kennt, weiß vermutlich, welche große Inspiration sie für die Künstler*innen und Dichter*innen seit jeher bietet. Um jene bedeutsamen geschriebenen Werke mit dem Hier und Jetzt zu verbinden und zugänglich zu machen, entstand die Anthologie "Sylt literarisch. An diesem erschütternden Meere habe ich tief gelebt". Dieses besondere literarische Werk bietet Einblicke in die klassischen Sylt-Texte von Theodor Storm bis Fritz J. Raddatz, von Wilhelm Raabe bis Max Frisch: „Man sitzt und schaut, ganz sich selber ausgesetzt.“ Daneben stellt die Anthologie neuere Texte von Autor*innen wie Susanne Matthiessen, Thomas Hettche, Benjamin Lebert oder Jochen Missfeldt vor. Dank der Lektüre sieht man das Einzigartige der Insel mit neuen Augen, man spürt der Weite, den Meeresfarben, den sandigen Landschaften intensiver nach. Und liefert sich ihr gern mit allen Sinnen aus, wie Christian Morgenstern: „Weil ich nur dieses Donnern wieder höre ... weil ich nur diesen Flugsand wieder fühle ... Nicht wie ich will – wie Es will, ist’s am besten.“ Herausgegeben wurde es von Werner Irro und enthält neun Aquarelle von Sylt-Maler Ingo Kühl. Erhältlich ist Sylt literarisch im insularen Buchhandel sowie online.

© Sylt literarisch
© Susanne Matthiessen

Diese eine Liebe wird nie zu Ende gehn

Susanne Matthiessens Debüt „Ozelot und Friesennerz“ erschien pünktlich zur Wiedereröffnung der Insel nach dem monatelangen Lockdown und entwickelte sich zum großen Überraschungserfolg des Jahres 2020. In ihrem aktuellen, neuen Roman, der sich als Fortsetzung des Vorgängers lesen lässt, sind die goldenen Siebziger längst vorbei, und Sylt hat sich breitenwirksam als „Deutschlands Traumziel Nummer eins“ etabliert. Doch die 80er Jahre haben es in sich. Es gilt eine Jahrhundertsturmflut zu bewältigen, den ersten Umweltkatastrophen vor der Haustür medientauglich entgegenzuwirken und den Auswüchsen allzu dreister Immobilienspekulation entgegenzutreten. Dann bricht auch noch die Punkerszene in das Urlaubsparadies ein und feiert lautstark den Song „Westerland" in der Fußgängerzone. Nach dem Abitur zieht es Susanne Matthiessen wie viele in die weite Welt hinaus. Aber nicht alle schaffen es sich zu lösen. Was es bedeutet auf der Insel Sylt geboren und aufgewachsen zu sein, das schildert Susanne Matthiessen mit viel Humor und kluger Beobachtungsgabe. Dabei ist die besondere Insellage Dreh und Angelpunkt für das Nachdenken darüber, wie die Zukunft dieses Eilands aussehen kann. Dass seine Einwohner von einer ganzen Reihe legendärer Strandräuber und Walfänger abstammen, kann dabei nur hilfreich sein.

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