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Sylter Tierwelt

Ob im Wasser, zu Land oder in der Luft...Sylt hat einiges zu bieten

Seehunde und Kegelrobben

An Land scheinen ihre Füße mehr Hindernis als Hilfe zu sein, aber im Wasser sind sie von pfeilschneller Anmut. Trotzdem ist es schön, dass sie sich gern auf Sandbänken sonnen. Wären sie nicht so sonnenhungrige Gesellen, bekämen wir sie kaum zu Gesicht – Seehunde sind schnell wie Fische, jedenfalls unter Wasser. An Land sind sie eher Müßiggänger und lassen sich gar nicht davon stören, beobachtet zu werden – vielleicht, weil sie aus ihren großen dunklen Kulleraugen eher kurzsichtig in die Welt blicken. So sollten Sie bei Ihrem Syltbesuch eine Fahrt mit einem der Ausflugsschiffe einplanen, die regelmäßig zu den Seehundsbänken auslaufen - in freier Wildbahn gibt es nicht mehr viele Orte, an denen eine intakte Kegelrobbenkolonie eine Heimat hat. Hier vor Sylt kommt im Winter sogar der Nachwuchs zur Welt. Dass der Naturschutz oberste Priorität hat, gilt natürlich auch hier: Alle Ausflugsfahrten mit den Adler-Schiffen zu den Seehundbänken finden in enger Abstimmung mit dem Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer statt.

Fahrten zu den Seehundsbänken

Schweinswale

Dass die Wellen vor Sylt ein phantastisches Baderevier sind, ist auch bei den ganz großen Säugern kein Geheimnis. So sind Schweinswal-Familien hier vielgesehene Gäste. Nein, es gibt definitiv keine Haie vor Sylt, auch wenn bei ruhiger See hin und wieder eine Rückenflosse aus dem Wasser ragt. Die gehört einem Schweinswal. Die Tiere, die mit bis maximal zwei Meter Körpergröße durch die Fluten gleiten, haben in der Nordsee ein Badeparadies gefunden. 1999 wurde rund um Sylt und die übrigen nordfriesischen Inseln das erste Walschutzgebiet Europas ausgerufen. Ein Jagdrevier ist es trotzdem - hier finden die Schweinswale nämlich ihr Futter. Kleine Fische und Krebstiere stehen auf ihrem Speiseplan. Ganz nah an die Sylter Westküste trauen sich die imposanten Meeresriesen immer wieder heran, rund 6.000 von ihnen haben vor Sylt ihre Heimat, verbringen hier die ersten Monate ihres Lebens an der Seite ihrer Mütter.

Schafe

Wenn irgendjemand von der Insel nun gar nicht wegzudenken ist, dann sind das die weißen Wollknäuel, die mit viel Geblöke die Deiche befestigen. Falls Sie in Schafen vorwiegend wandelnde Wollproduzenten gesehen haben, werden Sie auf Sylt um einige schafsmäßige Facetten bereichert. Hier sind die blökenden Vierbeiner nicht nur dekorative Inselverschönerung, sondern fleißige Mitarbeiter im Insel- und Naturschutz. Schafe sorgen für die Erhaltung der Deiche, indem sie mit ihren Hufen die Böschungen festtrampeln. Darum sollten Sie beim Autofahren vor allem im Norden der Insel stets Vorsicht walten lassen. Die wolligen Wiederkäuer haben hier Vortritt. Und glauben Sie’s: Die wissen das irgendwie…

Vögel

Sie machen es genau richtig. Sie sammeln auf Sylt neue Kräfte, tanken Energie auf. Manche bleiben nur kurz, andere verbringen hier den ganzen Sommer. Sylt ist ein Paradies für Zugvögel und Ornithologen. Seltsame Gesellen sind hier unterwegs und brüten was aus: Basstölpel und Sterntaucher, Säbelschnäbler und Austernfischer. Nein, keine ungewöhnlichen Berufsbezeichnungen, allesamt sind es Vogelarten, die sich auf Sylt im artenreichsten Seevogelschutzgebiet der deutschen Küste tummeln. Sie rasten, brüten oder leben dauerhaft in einem der Biotope der Insel. Das Rantumbecken zum Beispiel bietet riesigen Zugvogelschwärmen aus Osteuropa und Nordasien ideale Rastbedingungen. Mit der offenen Nordsee im Westen und dem Wattenmeer zur Ostseite finden die gefiederten Inselgäste es ebenso paradiesisch hier wie alle anderen Urlauber auch. Über 330 verschiedene Arten geben sich auf Sylt ein Stelldichein, rund 100 Arten bauen hier dem Nachwuchs ein Nest. Wir sind halt nicht die einzigen Zweibeiner, die diese Insel lieben…

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