Für Sören war der Opa, Zimmermann Hansen, das entscheidende Vorbild. Auch sein Vater ist selbstständiger Handwerker im Segment Bad, Heizung und Haustechnik. Die Firma „Hansen & Hansen“ wird heute von Sörens Schwester Levke, gelernte Bankkauffrau, geführt.
„Mir war mit fünf, sechs Jahren schon klar, dass ich mit Holz arbeiten wollte“, meint Sören. Und das tat er: Mit 16 ging er in Langenhorn in die Lehre. Nach ein paar Jahren als Geselle besuchte er mit Anfang 20 die Meisterschule in Hildesheim und war mit 23 einer der jüngsten Meister seines Fachs. Eines seiner Prüfungsstücke in der Ausbildung war eine edle Vitrine für seine Geigen. Seine Liebe zur selbstgemachten Musik wie auch seine eigene Malerei ruhen, seit er selbstständig ist. „Nur vorübergehend“, versichert er. Wenn Wind und Wellen stimmen und die Bedingungen fürs Surfen oder Wingfoilen passen, dann lässt Sören in der Werkstatt alles stehen und ist auf dem Wasser.
„Das ist mein Luxus. Ich reise auch viel weniger als früher. Mein Leben als angestellter Tischler war deutlich komfortabler, aber ich lieb die Selbstständigkeit. Ich würde immer wieder genauso entscheiden“, sagt der junge Kreative inmitten seines kleinen Rantumer Reichs. Sein Portfolio reicht von Reparaturarbeiten bei einem respektablen Kreis an Stammkunden über maßgefertigte Möbel bis hin zu großen Projekten - wie zum Beispiel der Renovierung eines ganzen Hotels in Westerland. Zudem empfehlen ihn mehrere Vermietagenturen auf der Insel bei ihren Eigentümern als „Tischler des Vertrauens“.
„Gerade habe ich für ein älteres Paar ein Angebot geschrieben. Die möchten ihre Wohnung im Kurviertel komplett mit Einbaumöbeln in einem traditionellen Stil ausstatten. Da habe ich voll Lust zu - das wäre toll, wenn’s klappt“, meint er.