© Murat Yelkenli I Sylt Marketing

Kurs Sylt

Tourismusstrategie 
für Sylt

Die Tourismusstrategie Sylt wird künftig als verbindliche Leitlinie für das touristische Handeln auf der Insel dienen und den Weg für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Entwicklung ebnen. Auf dieser Seite erfährst du, wie die Strategie entsteht, welche Ziele sie verfolgt und wie der Beteiligungsprozess gestaltet ist. Darüber hinaus erhältst du Einblicke in Hintergründe, anstehende Meilensteine und Möglichkeiten, dich aktiv in den Prozess einzubringen.

Der Prozess im Überblick

Was bisher geschah

Diese Schritte haben wir im Prozess bislang umgesetzt.

November 2025

Gemeinsamer Startschuss:  Inselgemeinden entscheiden über Erarbeitung einer integrierten Tourismusstrategie

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der fünf Inselgemeinden auf Sylt sind sich einig: Eine integrierte, insulare Tourismusstrategie ist ein wichtiger Schritt für die zukünftige Entwicklung der Insel. Sie geben daher Ende November bei einem gemeinsamen Pressetermin den Impuls, das Thema in die Gemeindevertretungen einzubringen, um dort über die Vorgehensweise zu beraten und zu entscheiden.

Da es in der Tourismusstrategie um den Lebensraum auf Sylt geht, wird der Prozess bewusst von der Politik und in enger Abstimmung mit den Gemeindevertretungen initiiert. Das übergeordnete Ziel ist, eine gemeinsame Grundlage zu schaffen, welche die künftige Entwicklung des Sylter Tourismus im Einklang mit Natur, Wirtschaft und Lebensqualität gestaltet.

„Uns ist wichtig, dass dieser Prozess von Anfang an transparent, kooperativ und zukunftsorientiert gestaltet wird.“
Tina Haltermann, Bürgermeisterin der Gemeinde Sylt
  • Das Foto zeigt v.l.n.r.: Dirk Erdmann (Strategiekreis Tourismus), Andreas Dobrzinski (Bürgervorsteher Gemeinde Sylt), Moritz Luft (Geschäftsführer Sylt Marketing GmbH), Kai Müller (Amtsvorsteher Amt Landschaft Sylt und Bürgermeister Wenningstedt-Braderup), Stefanie Böhm (Bürgermeisterin Kampen), Udo Hanrieder (Bürgermeister Hörnum), Ronald Benck (Bürgermeister List auf Sylt) und Tina Haltermann (Bürgermeisterin Gemeinde Sylt) und dient genauso wie das beigefügte PDF zur Integrierten Tourismusstrategie der freien redaktionellen Verwendung.

Dezember 2025

Beschluss der Gemeindevertretungen

Alle Gemeindevertretungen der Insel fassen entsprechende Beschlüsse, so dass der Prozess zur Erarbeitung der Strategie offiziell beginnen kann.

Februar 2026

Präsentation des Sparkassen-Tourismusbarometer Sylt

Ein touristisches Entwicklungskonzept benötigt eine statistische Grundlage, damit Diskussionen und Entscheidungen nicht nur auf Bauchgefühl, sondern auf belegbaren Fakten beruhen. Daten zu Gästezahlen, Altersverteilung und Herkunftsregionen sowie Befragungen zu Qualität und Preis-Leistungsverhältnissen zeigen Stärken, Schwächen und Trends und machen Entwicklungen messbar. So können Themenfelder und Maßnahmen gezielt gesetzt und der Erfolg später objektiv überprüft werden.

Zu diesem Zweck lud die Sylt Marketing GmbH am 3. Februar 2026 zur Präsentation des Sparkassen-Tourismusbarometers Sylt ins Haus am Kliff ein.

Vorgestellt wurden aktuelle Gästestatistiken, Ergebnisse der Gästebefragung des Insel Sylt Tourismus-Services sowie ausgewählte Kennzahlen aus dem Sparkassen Tourismusbarometer. Diese ordnen die touristische Entwicklung Sylts und Nordfrieslands im Vergleich zu Schleswig-Holstein und ganz Deutschland ein. Myrate ergänzte die Analyse mit einem Ausblick und zeigte auf Basis von Daten zu Verfügbarkeiten und Preisentwicklungen Einblicke in die Marktdynamik Sylter Unterkünfte.

Die gezeigten Präsentationen zum Download:

Karsten Heinsohn und Moritz Luft auf der Bühne vor der Präsentation "Sparkassen-Tourismusbarometer Sylt"
© Sylt Marketing
  • Mehr als 100 Sylter folgten der Einladung und verfolgten die Vorträge von Moritz Luft (SMG), Karsten Heinsohn (dwif) und Svend Evertz (myrate).

Aktueller Stand

Hier befinden wir uns derzeit im Prozess.

Ausschreibungsphase

In der derzeit laufenden Ausschreibungsphase wird eine fachlich qualifizierte Begleitung gesucht, die den Beteiligungsprozess strukturiert, moderiert und inhaltlich führt. Dazu zählen die Konzeption, Durchführung und Aufbereitung von Workshops und Abstimmungsformaten sowie das Einbringen fachlicher Impulse und Analysen und die beratende Unterstützung bei der Ausarbeitung der Tourismusstrategie. Auch eine transparente Kommunikation und begleitende Pressearbeit während des gesamten Prozesses sind Bestandteil des Auftrags.

Ziel ist es, bis Ende Februar einen geeigneten Partner für die fachliche Begleitung zu gewinnen. Federführend für diesen Prozess ist Moritz Luft, der für Rückfragen gern zur Verfügung steht.

Kontakt zu Moritz Luft
© Roman Matejov FOTOGRAFIE

Kommende Meilensteine

Das sind die nächsten Schritte.

1. Phase

In der 1. Phase wird eine Themenlandkarte ausgearbeitet. Diese umfasst die Themenfelder, die rund um das Thema Tourismus relevant sind. Die Themenlandkarte wird von verschiedenen “Stakeholdern” in einer Dialogischen Themensammlung und per Online-Beteiligung befüllt.

Um den ersten Entwurf für die Themenlandkarte zu erstellen, wird eine kurze Digitale Umfrage unter den Gemeindevertretern durchgeführt. Alle gewählten Repräsentanten der GVen erhalten die Einladung dazu per E-Mail.

Die Dialogische Themensammlung ist eine Veranstaltung von 3-5 Stunden Dauer. Eingeladen sind Stakeholder aus unterschiedlichen Bereichen der Inselgesellschaft. Z.B. Vertreter aller politischen Fraktionen, Verbands- und, Interessenvertreter, Bürgerinitiativen, etc.. Die Sitzung dient dazu einen Entwurf der Themenlandkarte zu vervollständigen und Inputgeber zu benennen, die in der 2. Phase der Zufallsbürgergruppe verschiedene Positionen und Informationen darstellen sollen.

Die Online-Beteiligung findet auf einem Online-Portal statt und ist für alle Interessierten zugänglich. Dort kann die Themenlandkarte kommentiert werden. Ziel ist es so die Themenlandkarte weiter zu ergänzen. Das Online-Portal ist für 3-5 Wochen online. Auswertungen für weitere Ergänzungen zur Themenlandkarte können per KI erfolgen.

Eckpunkte

  • Dauer: 
    4-6 Wochen

  • Akteure: 
    GemeindevertreterInnen, StakeholderInnen und alle Interessierten

  • Ergebnis: 
    Themenlandkarte mit für den Tourismus relevanten Themenfeldern

„Die Bedürfnisse der Bevölkerung einerseits und die Expertise unserer Touristiker andererseits müssen in einer gemeinsamen Tourismusstrategie zusammenfließen. Nur so stellen wir sicher, dass der Tourismus von allen getragen wird und der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Insel dem Gemeinwohl und einem guten Leben aller dient – Einheimischen genauso wie unseren Gästen.“
Kai Müller, Amtsvorsteher des Amtes Landschaft Sylt

2. Phase

In der 2. Phase werden auf Grundlage der Themenlandkarte Empfehlungen für das TEK ausgearbeitet. Die Empfehlungen umfassen Vorschläge für Strategiesätze und dazu passende Handlungsempfehlungen aber auch (Ziel-) Konflikte und Meinungsunterschiede.

Die Fokusgruppen aus 5-20 Personen setzen sich aus schwer erreichbaren Gruppen zusammen (Bsp. ausl. Arbeitskräfte; Unternehmensleiter, usw.). Es kommen mehrere Fokusgruppen zum Einsatz. Sie werden durch die Steuerungsgruppe definiert. Jede Fokusgruppe trifft sich 1–2-mal in einem moderierten Prozess. Die Fokusgruppen helfen spezielle Bedarfe der jeweiligen Gruppe sowie deren Wissen und Ideen zu ausgewählten Feldern der Themenlandkarte zu erfassen.

Die Gruppe der Zufalls-Bürger besteht aus ca. 40-50 per Los ausgewählten Personen aus allen Inselgemeinden. Die Gruppe trifft sich 3–4-mal in einem moderierten Prozess. Sie hört unterschiedliche Inputgeber an und erhält die Ergebnisse der Fokusgruppen und der Ortsgruppen von diesen vorgestellt. Auf dieser Grundlage erarbeitet die Gruppe Empfehlungen zum Umgang mit (Ziel-) Konflikten und entwickelt Empfehlungen für die TEK.

Die 12 Ortsgruppen bestehen aus 5-20 Multiplikatoren (z.B. Vereinsvorstände, Unternehmer, GV-Abgeordnete) und Freiwilligen aus der jeweiligen Insel-Ortschaft. Die Ortsgruppen treffen sich 1–2-mal in einem moderierten Prozess. Ziel ist es, ortsspezifische Besonderheiten zu benennen. Außerdem entwickeln sie Ideen und Handlungsempfehlungen, die sie später selbst vor Ort (mit-)realisieren können.

Eckpunkte

  • Dauer: 
    2 - 4 Monate

  • Akteure:
    schwer erreichbare Gruppen, Zufalls-Bürger und Ortsgruppen pro Inselort

  • Ergebnis: 
    Empfehlungen für die Tourismusstrategie (u.a. Strategiesätze, Handlungsempfehlungen und Konflikte)

„Mit dem Strategiekreis haben wir bereits eine kompetente Runde aus Touristikern und Wirtschaftsakteuren, die ihre jeweilige Expertise aus der Praxis einbringen und fortan mit einem klaren politischen Auftrag zusammenführen können. Auf diese Weise gestalten wir alle gemeinsam die Zukunft des Tourismus auf unserer Insel.“
Andreas Dobrzinski, Bürgervorsteher der Gemeinde Sylt

Ausarbeitung und Beschluss

Nach der Prüfung der Empfehlungen durch die Gemeindeversammlungen und deren Kommentierungen, startet die Ausarbeitung des Tourismus- und Entwicklungskonzeptes durch die Fachgruppe (SMG Strategiekreis, Bürgermeister/-vorsteher). Je nachThema gebenexterne ExpertenFachimpulse.

Der Strategiekreis hat dabei die Federführung. Er kann sich dabei von externen Fachberatern begleiten lassen.

Die Tourismus-Strategie wird abschließend ratifiziert, und zwar von den fünf Gemeindevertretungen, als auch von den Wirtschaftsverbänden. Diese achten darauf, dass ihre Mitglieder die Strategie als Orientierung anerkennen. Die Gemeinden sorgen für eine entsprechende Informationsversorgung nach innen (Fraktionen, Einheimische). Die Umsetzungsphase erfolgt auf Basis eines Maßnahmenplans)

Eckpunkte

  • Dauer: 
    noch nicht einschätzbar

  • Akteure:
    Gemeindevertretungen, SMG Strategiekreis, BürgermeisterInnen, Bürgervorsteher, Wirtschaftsverbände und Fachexperten

  • Ergebnis: 
    Beschlossene Tourismusstrategie

FAQs zur Tourismusstrategie