Hotel Reethüüs

in Kampen

Bettgeschichten 
aus Kampen

Tina Mannheim mit Hotel Reethüüs

Wir schwenken von den Kampener Ferien-Zuhause-Agenturen in Folge 1 rüber zu einer Gastgeberin aus der Kampener Hotelbranche. In unserer Jubiläumsausgabe zeigt Tina Mannheims vom »Hotel Reethüüs« uns ihre Lieblingsbetten und stellt sich unseren Fragen – von der Bettkante aus.

KAMPEN-Magazin, Bettgeschichten
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Text: Imke Wein

Wenn man Kampen Richtung List verlässt, springt einem rechter Hand ein prachtvoller Garten mit vielen Rosen, gepflegtem Grün und zwei akkurat aufgezogenen Flaggen ins Auge. Welches Paradies sich auf diesem Areal verbirgt, lässt sich erahnen – oder auch wissen: Wenn man beispielsweise hier im »Reethüüs« zu Gast ist oder zum 16-köpfigen Team gehört. So wie Tina Mannheims.

Sie ist seit 2018 Geschäftsführerin und Direktorin dieses zauberhaften Boutique-Hotels mit seinen zwei Einzelzimmern, zwei Suiten, 16 Doppelzimmern, zwei Ferienhäusern, vier Appartements und einer Gartenanlage, die ihresgleichen sucht. Familiär, aber in aller Form, zentral zwischen Dorf, Watt, Strand und dennoch ruhig – gehört zu den Attributen dieses kleinen Resorts. Mit mehr Hingabe als Tina Mannheims lässt sich die Hotelphilosophie der schmucken Anlage im Herzen Kampens schwerlich mit Leben füllen: »Es ist für mich die größte Freude, hier Gastgeberin sein zu dürfen«, versicherte die Wahlsylterin auf der Kante eines schnörkellos-schicken Bettes unter dem Giebel des Haupthauses mit Blick auf die Lieblingsplätze im Garten.

Tina Mannheims selbst findet ihre nächtliche Ruhe in Morsum bei ihrem Mann Werner. »Mit dem Schlafen habe ich es tatsächlich nicht so leicht. Darum kann ich es so gut nachempfinden, wie bedeutsam eine gute Nachtruhe für unsere Gäste ist.« 

Im »Reethüüs« heißt es darum: Keine Kompromisse – schon gar nicht bei den Betten. Besondere Textilien für Allergiker, ein umfangreiches Kissenbuffet, exzellente »Hardware« und eine 1a-Hygiene sind die Standards des Hauses. Und wir könnten jetzt viele Worte verlieren über die liebevoll eingerichteten Zimmer, die schöne Sauna, das Schwimmbad, den Garten, über das Frühstücksbüfett, das im Erdgeschoss auch auf der eigenen Zimmerterrasse genossen werden kann, die charmanten Details und den Faktor Mensch in diesem Kleinod. Doch das alles kann man leicht auch auf der Webseite studieren und anschauen.

Bei einem Besuch auf der Insel und nach einem einmalig schönen Abend im ›Grande Plage‹ habe ich gesagt: ›Wir ziehen nach Sylt!«
Tina Mannheim

Mit Leidenschaft ans Ziel

Reethüüs Kampen
Reethüüs Kampen

Fürs Storytelling deutlich spannender ist die romanreife Antwort auf die Frage: Wieso denn die Direktorin dieses Hauses ihr Haupt seit 18 Jahren auf Sylter Kissen bettet? »Wir besaßen drei kleine Familienunternehmen in der Nähe von Aachen. Alles war eigentlich wunderbar. Mein Mann hatte in der Jugend mal auf Sylt gearbeitet. Bei einem Besuch auf der Insel und nach einem einmalig schönen Abend im ›Grande Plage‹ habe ich gesagt: ›Wir ziehen nach Sylt!‹«

Und weil Tina Mannheims Durchsetzungsvermögen auch schon nach einem kurzen Gespräch offenbar wird, wundert es nicht, dass aus dieser Vision ein paar Jahre später Wirklichkeit wurde. »Ich habe im Golf- und Landhaus 2008 als Zimmermädchen angefangen. Mir war damals alles recht – Hauptsache eine Arbeit auf Sylt!«, erzählt die muntere Gastgeberin. Weil sie den Chefs als eloquent, verantwortungsvoll, äußerst verbindlich und fröhlich auffiel, wurde sie bald an die Rezeption befördert. Später war sie im »Hotel Village« erfolgreich tätig, erwarb alle betriebswirtschaftlichen Skills, um ein Hotel zu leiten, und wurde 2018 von der Inhaberfamilie des »Reethüüs« als leitende Geschäftsführerin eingestellt. »Das ist ein großes Glück. Ich liebe meine Aufgabe«, sagte die strahlende Tina Mannheims.

Ihr Mann ist mit ähnlicher Leidenschaft Taxiunternehmer auf der Insel, und die gemeinsame Tochter Michelle (19) wird gerade flügge: Sie studiert Populär-Gesang in Berlin und hat das Zeug dazu, mit ihrer Stimme und Persönlichkeit auf den Bühnen der Welt zu begeistern. Beim renommierten Sylter Musikwettbewerb, dem Henner-Krogh-Preis, räumte sie im letzten Jahr ordentlich ab, rührte vor Kurzem eine komplette Hochzeitsgesellschaft im »Gogärtchen« mit ihrem Gesang zu Tränen und möchte nichts lieber, als die Musik zum Beruf zu machen. Für diesen Weg gibt sie jedenfalls alles. So wie ihre Mama nicht locker gelassen hat – mit ihrem Traum vom Leben auf Sylt.

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Reethüüs Kampen
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