© Murat Yelkenli I Sylt Marketing

Kurs Sylt

Tourismusstrategie 
für Sylt

Die Tourismusstrategie Sylt wird künftig als verbindliche Leitlinie für das touristische Handeln auf der Insel dienen und den Weg für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Entwicklung ebnen. Auf dieser Seite wird erklärt, wie die Strategie entsteht, welche Ziele sie verfolgt und wie der Beteiligungsprozess gestaltet ist. Zudem werden Einblicke in Hintergründe, anstehende Meilensteine sowie Möglichkeiten zur aktiven Mitwirkung gegeben.

Der Prozess im Überblick

Prozess der Tourismusstrategie Sylt
Prozess der Tourismusstrategie Sylt
Kai Müller, Bürgermeister von Wenningstedt-Braderup
© Niklas Boockhoff
„Die Bedürfnisse der Bevölkerung einerseits und die Expertise unserer Touristiker andererseits müssen in einer gemeinsamen Tourismusstrategie zusammenfließen. Nur so stellen wir sicher, dass der Tourismus von allen getragen wird und der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Insel dem Gemeinwohl und einem guten Leben aller dient – Einheimischen genauso wie unseren Gästen.“
Kai Müller, Amtsvorsteher des Amtes Landschaft Sylt

Häufige Fragen zur Tourismusstrategie

Kommende Meilensteine

Das sind die nächsten Schritte.

Ausarbeitung und Beschluss

Nach der Prüfung der Empfehlungen durch die Gemeindeversammlungen und deren Kommentierungen, startet die Ausarbeitung des Tourismus- und Entwicklungskonzeptes durch den Lenkungskreis. Je nach Thema geben externe Experten Fachimpulse.

Der Lenkungskreis hat dabei die Federführung und besteht aus den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Insel sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Natur, Kultur und Gesellschaft.

Die Tourismusstrategie wird abschließend ratifiziert, und zwar von den fünf Gemeindevertretungen, als auch von den Wirtschaftsverbänden. Diese achten darauf, dass ihre Mitglieder die Strategie als Orientierung anerkennen. Die Gemeinden sorgen für eine entsprechende Informationsversorgung nach innen (Fraktionen, Einheimische). Die Umsetzungsphase erfolgt auf Basis eines Maßnahmenplans. Die Fertigstellung der Tourismusstrategie ist für Ende 2026 vorgesehen.

Zeitplan

Wie geht es weiter? Von der Beteiligung zur Strategie.

  • September: Kennzahlen und Datengrundlagen zusammenstellen, Handlungsfelder konkretisieren

  • Ende September: Workshop des Lenkungskreises: Kennzahlenanalyse und Festlegung der Handlungsfelder

  • Oktober: Maßgeschneiderte Video-Impulse externer Expert:innen

  • Mitte November: Zweitägiger Strategieworkshop des Lenkungskreises

  • November / Dezember: Erstellung und Fertigstellung des Strategieentwurfs

  • Mitte Dezember: Redaktionssitzung des Lenkungskreises

  • Anfang Januar 2027: Fertigstellung der Tourismusstrategie Sylt

  • Frühjahr 2027: Politische Beratung und Beschlussfassung in den zuständigen Gremien der fünf Inselgemeinden

  • Frühjahr 2027: Breite Verankerung auf der Insel: Verbände, Institutionen, Tourismusorganisationen, Wirtschaft und weitere relevante Akteure sind eingeladen, die Strategie als gemeinsamen Orientierungsrahmen anzuerkennen und bei ihrer Arbeit, ihren Planungen und Entscheidungen zu berücksichtigen.

  • Im Anschluss: Umsetzung priorisierter Maßnahmen, Monitoring, Dialog und regelmäßiges Nachsteuern

Was bisher geschah

Diese Schritte haben wir im Prozess bislang umgesetzt.

26. August 2026

Abschlussveranstaltung des Beteiligungsprozesses 
Tourismusstrategie Sylt

Rund 250 Sylterinnen und Sylter und weitere mit der Insel verbundene Menschen kamen am Mittwochabend im Alten Kursaal in Westerland zusammen, um gemeinsam auf die Ergebnisse des viermonatigen Beteiligungsprozesses zur integrierten Tourismusstrategie Sylt zu blicken. Vorgestellt wurden die zentralen Erkenntnisse aus den Orts- und Fokusgruppen sowie die Empfehlungen der Zufallsbürgergruppe. Dabei ging es auch darum, wie die Ergebnisse in die weitere Strategieentwicklung einfließen und welche nächsten Schritte anstehen.

Die besondere Bedeutung des Tourismus für Sylt und die daraus resultierende Notwendigkeit einer gemeinsamen strategischen Ausrichtung stellte Dr. Catrin Homp, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Schleswig-Holstein, zu Beginn der Veranstaltung heraus. „Der Tourismus prägt Sylt wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig und wirkt weit über die touristischen Betriebe hinaus in das Leben auf der Insel hinein. Gerade deshalb braucht es eine klare Vorstellung davon, wohin die Entwicklung gehen soll. Eine Tourismusstrategie schafft dafür Orientierung, hilft, Entscheidungen daran auszurichten und auch bei unterschiedlichen Interessen einen gemeinsamen Kurs zu verfolgen“, so Homp. Durch den Abend führten Moritz Luft, Geschäftsführer der Sylt Marketing GmbH (SMG), die den Gesamtprozess federführend koordiniert und finanziert, sowie Claudine Nierth und Katharina Fender vom nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung, das den vorangegangenen Beteiligungsprozess methodisch begleitete. Seit Ende April waren im Rahmen dieses Prozesses zunächst zentrale Themen gesammelt und strukturiert und anschließend in elf Ortsgruppen, acht Fokusgruppen sowie einer Zufallsbürgergruppe vertieft worden. Insgesamt fanden 35 Beteiligungsformate statt. 

Eine wesentliche Erkenntnis aus den unterschiedlichen Formaten: Bei vielen zentralen Themen gibt es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Übergreifend wurde deutlich, dass Tourismus auf Sylt nicht isoliert betrachtet werden kann, sondern eng mit den Bedingungen des Lebens und Arbeitens auf der Insel verbunden ist. Themen wie Wohnraum, Mobilität, Infrastruktur, Natur und Aufenthaltsqualität ziehen sich durch viele der Ergebnisse. Gleichzeitig wurden ortsspezifische Bedürfnisse und unterschiedliche Interessen sichtbar.

Dabei geht es nicht um die pauschale Frage nach „mehr“ oder „weniger“ Tourismus, sondern um Qualität und Tragfähigkeit: Wo entstehen konkrete Belastungen, wo liegen Potenziale und wie lassen sich unterschiedliche Anforderungen in eine tragfähige Balance bringen? Eine Erkenntnis aus der Ortsgruppe Rantum bringt dabei auf den Punkt, was nach Aussagen vieler Teilnehmenden den gesamten Beteiligungsprozess geprägt hat: „Das größte Potenzial Sylts sind die Menschen.“

Im weiteren Gespräch erläuterten Moritz Luft, Kai Müller, Bürgermeister der Gemeinde Wenningstedt-Braderup, und der Kampener Hotelier Dirk Erdmann als Vertreter der Projekt-Kerngruppe, wie die Ergebnisse aus vier Monaten Beteiligung nun in die Strategiearbeit einfließen. Dabei ging es um unterschiedliche Interessen und Erwartungen, mögliche Schwerpunkte und vor allem um die Frage, wie daraus konkrete Ziele und umsetzbare Maßnahmen für die Tourismusstrategie entstehen können.

Anschließend wurden drei Mitglieder der Zufallsbürgergruppe auf die Bühne gebeten. Sie berichteten, wie sie den Beteiligungsprozess erlebten und ihre Sichtweisen einbrachten. Ihre Botschaft war deutlich: Solche Möglichkeiten des Austauschs wünschen sie sich auch künftig – regelmäßig und zu konkreten Fragestellungen. Beim abschließenden „Gallery Walk“ konnten sich die Besucherinnen und Besucher über die Arbeit und die Ergebnisse aus den verschiedenen Beteiligungsformaten informieren und mit den Beteiligten ins Gespräch kommen.

Für Moritz Luft Gelegenheit, das große Engagement der vergangenen Monate zu würdigen: „Mich stimmt vor allem zuversichtlich, mit welcher Ernsthaftigkeit und Offenheit in den vergangenen Monaten miteinander diskutiert wurde. Mein Dank gilt allen, die bereit waren, ihre Perspektive einzubringen, anderen zuzuhören und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Damit haben wir eine starke Grundlage geschaffen. Jetzt kommt es darauf an, aus dieser Vielfalt einen klaren und tragfähigen Kurs für die Insel zu entwickeln.“

Die an diesem Abend in Form eines Abschlussberichts übergebenen Ergebnisse bilden die Grundlage für die nächste Phase, in der es gilt, diese mit belastbaren Daten und zusätzlicher fachlicher Expertise zusammenzuführen und daraus die Tourismusstrategie zu entwickeln. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei der 24-köpfige, mit Vertreterinnen und Vertretern aus unterschiedlichen Bereichen besetzte Lenkungskreis. Ende September führt das Gremium die Beteiligungsergebnisse mit einer Kennzahlenanalyse zusammen und leitet daraus zentrale Handlungsfelder ab. Externe Fachleute bringen im Oktober zusätzliche Impulse ein, bevor der Lenkungskreis im November Ziele und Prioritäten für die Tourismusstrategie festlegt. 

Auf dieser Grundlage erarbeitet die SMG bis zum Jahresende den Strategieentwurf. Anfang Januar 2027 soll die Tourismusstrategie fertiggestellt sein und im Frühjahr den politischen Gremien der fünf Inselgemeinden zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden. „Damit die Tourismusstrategie langfristig Wirkung entfalten kann, muss sie auf der Insel von möglichst vielen Menschen getragen und mit Leben gefüllt werden. Deshalb ist es wichtig, auch nach ihrer Fertigstellung im Austausch zu bleiben. Der Wunsch nach einem kontinuierlichen Dialog ist in vielen Beteiligungsformaten sehr deutlich geworden – und daran wollen wir auch künftig anknüpfen“, betont Kai Müller.

Juli - August 2026

2. Phase des Beteiligungsprozesses: Ortsgruppen, Fokusgruppen & Zufallsbürger

In der zweiten Phase des Beteiligungsprozesses wurden die Themen, Herausforderungen und Entwicklungspotenziale aus der zuvor erarbeiteten Themenlandkarte weiter vertieft.

Die Perspektiven der einzelnen Inselorte brachten insgesamt elf Ortsgruppen ein. In ihnen kamen unter anderem Vereine, Unternehmer:innen, Gemeindevertreter:innen sowie weitere engagierte Personen aus den jeweiligen Orten zusammen. Sie arbeiteten ortsspezifische Besonderheiten und Bedarfe heraus und entwickelten Ideen und Handlungsempfehlungen, die später selbst vor Ort umgesetzt werden können.

Parallel dazu beschäftigten sich acht Fokusgruppen intensiv mit ausgewählten Themenfeldern der Themenlandkarte. Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen vertieften konkrete Fragestellungen, brachten ihr Wissen und ihre jeweiligen Perspektiven ein und diskutierten mögliche Lösungsansätze. So konnten spezielle Bedarfe und fachliche Einschätzungen gezielt in den weiteren Prozess einfließen.

Ergänzt wurde die zweite Phase durch eine Zufallsbürgergruppe mit 33 Teilnehmenden. Diese wurden per Zufallsauswahl aus den fünf Inselgemeinden ermittelt und nach Alter, Geschlecht und Bildungsabschluss so zusammengestellt, dass die Breite der Inselgesellschaft vertreten war. Ergänzend wurden auch Personen einbezogen, die auf Sylt arbeiten, aber außerhalb der Insel wohnen. An drei Terminen entwickelte die Gruppe auf Grundlage der Ergebnisse der ersten Phase sowie der Orts- und Fokusgruppen Empfehlungen für die weitere Ausarbeitung der Tourismusstrategie.

Begleitet wurde der gesamte Beteiligungsprozess von einem 26-köpfigen Lenkungskreis. Ihm gehören die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Insel sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Natur- und Umweltschutz, Kultur und Gesellschaft an. Das Gremium begleitet die Tourismusstrategie fachlich, achtet auf die Einbindung unterschiedlicher Perspektiven und stellt sicher, dass die Ergebnisse eine tragfähige Grundlage für politische Entscheidungen bilden.

Mit dem Treffen der Ortsgruppe Wenningstedt am 18. August 2026 endete nach vier Monaten intensiven Austauschs die zweite und damit letzte Phase des Beteiligungsprozesses. Insgesamt fanden 35 Beteiligungsformate statt, darunter 33 Veranstaltungen, bei denen sich zahlreiche Sylterinnen und Sylter sowie weitere mit der Insel verbundene Menschen einbrachten. Die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse bilden nun eine wichtige Grundlage für die weitere Ausarbeitung der integrierten Tourismusstrategie Sylt und werden am 26. August im Alten Kursaal in Westerland öffentlich vorgestellt.

Vier Personen sitzen an einem Konferenztisch und betrachten gemeinsam ein Tablet. Auf dem Tisch stehen Getränkeflaschen, Gläser und ein Teller mit Äpfeln.
© TA.SH/Roman Matejov
„Der Beteiligungsprozess hat gezeigt, dass viele Menschen bereit sind, Verantwortung für die Zukunft des Tourismus auf Sylt zu übernehmen. Jetzt kommt es darauf an, die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse konsequent in die Ausarbeitung der Tourismusstrategie einfließen zu lassen.“
Dirk Erdmann, Mitglied und Co-Sprecher des Lenkungskreises

Mai - Juni 2026

Online-Umfrage

Im Zeitraum vom 27. Mai bis 10. Juni 2026 wurde die Themenlandkarte in einer offenen Online-Umfrage zur Kommentierung gestellt und war für alle Interessierten auf einem Online-Portal zugänglich. Ziel war es, unterschiedlichen Perspektiven zu sammeln und die bestehende Themenlandkarte um weitere Sichtweisen, Erfahrungen und Ideen zu ergänzen.

Um diese Fragestellungen ging es:

  • Welche Themen bewegen dich besonders?
  • Welche Herausforderungen oder Chancen fehlen dir bislang?
  • Welche Aspekte sind dir als Einwohner, Pendler oder Urlauber wichtig?

Insgesamt 759 Personen haben sich eingebracht und ihre Perspektiven, Erfahrungen und Hinweise zur zukünftigen touristischen Entwicklung der Insel geteilt. Unter den Teilnehmenden waren 337 Urlauberinnen und Urlauber, 299 Sylterinnen und Sylter, 97 Zweitwohnungsbesitzerinnen und Zweitwohnungsbesitzer sowie 26 Pendlerinnen und Pendler.

Erste Erkenntnisse aus der laufenden Auswertung zeigen, dass insbesondere Fragen rund um Mobilität und Erreichbarkeit bewegen. Dieses Themenfeld erhält sowohl bei den Sylterinnen und Syltern als auch bei den übrigen Teilnehmenden die meisten Kommentare. Darüber hinaus spielen Themen wie Wohnraum, Angebotsgestaltung sowie die zukünftige Positionierung und das touristische Zielbild der Insel bei allen Personengruppen eine zentrale Rolle. Gleichzeitig wird deutlich, dass zwar vielfach dieselben Themen bewegen, die Erwartungen an deren zukünftige Ausgestaltung je nach Blickwinkel jedoch teils deutlich auseinandergehen.

Hier ist die erarbeitete Themenlandkarte

Sie dient anschließend als inhaltlicher Kompass für die Beteiligungsformate der zweiten Phase.

Mai 2026

Dialogische Themensammlung

Welche zentralen Herausforderungen und Zukunftsfragen prägen die touristische Entwicklung Sylts? Mit dieser Frage beschäftigten sich am 18. Mai 2026 rund 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung, Naturschutz, Kultur und weiteren gesellschaftlichen Bereichen der Insel im Rahmen der „Dialogischen Themensammlung“ im Saal am Kliff in Wenningstedt. 

Unter der Moderation von Katharina Fender und Claudine Nierth vom nexus Institut stand die Weiterentwicklung der sogenannten Themenlandkarte im Mittelpunkt. An verschiedenen Themenstationen ergänzten die Teilnehmenden bestehende und neue Themenfelder aus ihrer jeweiligen Perspektive um fehlende Aspekte, offene Fragen und konkrete Herausforderungen. Die einzelnen Themencluster wurden anschließend in Kleingruppen diskutiert, eingeordnet und weiterentwickelt sowie zum Abschluss des Abends im Plenum vorgestellt.

„Die heutige Veranstaltung war bewusst offen angelegt. Es ging nicht darum, fertige Lösungen zu entwickeln, sondern unterschiedliche Sichtweisen zusammenzutragen, Themen zu schärfen und wichtige Fragestellungen sichtbar zu machen“, betont Dirk Erdmann, Co-Sprecher des Tourismusstrategie-Kernteams. „Gerade diese Vielfalt an Perspektiven ist eine wichtige Grundlage für die weiteren Schritte.“

April 2026

Digitale Umfrage unter den Gemeindevertretungen

Alle gewählten Gemeindevertreter:innen erhielten eine Einladung zur Umfrage per E-Mail und konnten vom 27. April bis 10. Mai 2026 einen ersten Entwurf der Themenlandkarte kommentieren und um weitere Themen ergänzen.

März 2026

Ausschreibung zur Prozessbegleitung

Logo Nexus Institut
Logo Nexus Institut

In der Ausschreibungsphase wurde eine fachlich qualifizierte Begleitung gesucht, die den Beteiligungsprozess strukturiert, moderiert und inhaltlich führt. Dazu zählen die Konzeption, Durchführung und Aufbereitung von Workshops und Abstimmungsformaten sowie das Einbringen fachlicher Impulse und Analysen und die beratende Unterstützung bei der Ausarbeitung der Tourismusstrategie. Auch eine transparente Kommunikation und begleitende Pressearbeit während des gesamten Prozesses sind Bestandteil des Auftrags.

Für die externe Prozessbegleitung ist das nexus Institut beauftragt, das im Vergabeverfahren mit Konzept, Methodik und Referenzen überzeugte. Das Berliner Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung ist auf die Gestaltung und Begleitung von Beteiligungsprozessen spezialisiert und bringt langjährige Erfahrung aus Projekten auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene mit. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Beteiligungsprozessen zur Gestaltung von Lebensräumen, insbesondere im Kontext von Mobilität, Stadtentwicklung, Umwelt sowie touristischer Entwicklung. Hier verfügt das nexus Institut über umfangreiche Erfahrung mit zufallsbasierten Beteiligungsformaten. Das Projektteam um Katharina Fender (Projektleitung und Moderation) und Carlo Thomsen (wissenschaftliche Mitarbeit) wird durch Claudine Nierth (Moderatorin) und Jacob Birkenhäger (strategische Beratung) unterstützt.

Das Projektteam

Katharina Fender
© nexus Institut
Carlo Thomsen
© nexus Institut
Claudine Nierth
© nexus Institut
Jacob Birkenhäger
© nexus Institut

Februar 2026

Präsentation des Sparkassen-Tourismusbarometer Sylt

Ein touristisches Entwicklungskonzept benötigt eine statistische Grundlage, damit Diskussionen und Entscheidungen nicht nur auf Bauchgefühl, sondern auf belegbaren Fakten beruhen. Daten zu Gästezahlen, Altersverteilung und Herkunftsregionen sowie Befragungen zu Qualität und Preis-Leistungsverhältnissen zeigen Stärken, Schwächen und Trends und machen Entwicklungen messbar. So können Themenfelder und Maßnahmen gezielt gesetzt und der Erfolg später objektiv überprüft werden.

Zu diesem Zweck lud die Sylt Marketing GmbH am 3. Februar 2026 zur Präsentation des Sparkassen-Tourismusbarometers Sylt ins Haus am Kliff ein.

Vorgestellt wurden aktuelle Gästestatistiken, Ergebnisse der Gästebefragung des Insel Sylt Tourismus-Services sowie ausgewählte Kennzahlen aus dem Sparkassen Tourismusbarometer. Diese ordnen die touristische Entwicklung Sylts und Nordfrieslands im Vergleich zu Schleswig-Holstein und ganz Deutschland ein. Myrate ergänzte die Analyse mit einem Ausblick und zeigte auf Basis von Daten zu Verfügbarkeiten und Preisentwicklungen Einblicke in die Marktdynamik Sylter Unterkünfte.

Die gezeigten Präsentationen zum Download:

Karsten Heinsohn und Moritz Luft auf der Bühne vor der Präsentation "Sparkassen-Tourismusbarometer Sylt"
© Sylt Marketing
  • Mehr als 100 Sylter folgten der Einladung und verfolgten die Vorträge von Moritz Luft (SMG), Karsten Heinsohn (dwif) und Svend Evertz (myrate).

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

Dezember 2025

Beschluss der Gemeindevertretungen

Alle Gemeindevertretungen der Insel fassen entsprechende Beschlüsse, so dass der Prozess zur Erarbeitung der Strategie offiziell beginnen kann.

November 2025

Gemeinsamer Startschuss:  Inselgemeinden entscheiden über Erarbeitung einer integrierten Tourismusstrategie

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der fünf Inselgemeinden auf Sylt sind sich einig: Eine integrierte, insulare Tourismusstrategie ist ein wichtiger Schritt für die zukünftige Entwicklung der Insel. Sie geben daher Ende November bei einem gemeinsamen Pressetermin den Impuls, das Thema in die Gemeindevertretungen einzubringen, um dort über die Vorgehensweise zu beraten und zu entscheiden.

Da es in der Tourismusstrategie um den Lebensraum auf Sylt geht, wird der Prozess bewusst von der Politik und in enger Abstimmung mit den Gemeindevertretungen initiiert. Das übergeordnete Ziel ist, eine gemeinsame Grundlage zu schaffen, welche die künftige Entwicklung des Sylter Tourismus im Einklang mit Natur, Wirtschaft und Lebensqualität gestaltet.

„Uns ist wichtig, dass dieser Prozess von Anfang an transparent, kooperativ und zukunftsorientiert gestaltet wird.“
Tina Haltermann, Bürgermeisterin der Gemeinde Sylt
Dirk Erdmann, Andreas Dobrzinski, Moritz Luft, Kai Müller, Stefanie Böhm, Udo Hanrieder, Ronald Benck und Tina Haltermann
Pressegespräch zur Tourismusstrategie Sylt im November 2025
  • Das Foto zeigt v.l.n.r.: Dirk Erdmann (Strategiekreis Tourismus), Andreas Dobrzinski (Bürgervorsteher Gemeinde Sylt), Moritz Luft (Geschäftsführer Sylt Marketing GmbH), Kai Müller (Amtsvorsteher Amt Landschaft Sylt und Bürgermeister Wenningstedt-Braderup), Stefanie Böhm (Bürgermeisterin Kampen), Udo Hanrieder (Bürgermeister Hörnum), Ronald Benck (Bürgermeister List auf Sylt) und Tina Haltermann (Bürgermeisterin Gemeinde Sylt) und dient genauso wie das beigefügte PDF zur Integrierten Tourismusstrategie der freien redaktionellen Verwendung.