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WHALEWATCHER TRAIL SYLT – KANADA WAR GESTERN

Wenn die Enten Trauer tragen drehen die Beobachter der Meeresschweine am Rad.

Wussten Sie, dass es seit 1999 ein Walschutzgebiet direkt vor Sylt gibt? Es ist das erste Europas und erstreckt sich die ganze Westküste lang, bis runter nach Amrum. Damit die heimischen Meeressäuger eine Chance haben, ihre im 20. Jahrhundert um schätzungsweise 90 Prozent (!) zurückgegangene Population aufrecht zu erhalten. Was nämlich auch viele nicht wissen: Die Nordsee vor Sylt ist die Kinderstube der Schweinswale, nirgendwo sonst in deutschen Gewässern leben ganzjährig so viele von ihnen.  Kein Wunder: Die Schutzzone gewährt ihnen Ruhe – zum Gebären der Jungen und ihrer Aufzucht. Immerhin wird so ein Walkalb acht bis zehn Monate gesäugt. Blöderweise sind wir Menschen dann ihr größter Feind: Stellnetze, Schiffsverkehr, Errichtung von Windkraftanlagen... Sogar Jet-Ski-Fahren macht ihrem empfindlichen Gehör zu schaffen.

Was ist der Whalewatch-Trail Sylt?

Gemeinsam mit dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) haben verschiedene Insel-Institutionen nun den Weg für mehr Wissen geebnet. Wobei – geebnet haben die nicht, eher gebaut: Zwölf interaktive Tafeln und Stelen zum Thema Wale und Robben, Klima- und Küstenschutz und rund um weitere Meeresbewohner sind entlang der Sylter Westküste entstanden, an Strandübergängen und Panoramaplätzen. Und damit das kein Lesemarathon, sondern eine Entdeckungsreise ist, sind kleine Infoeinheiten über Drehräder zu finden. Mitraten und Schätzen erwünscht.

Was gibt es beim Whalewatch-Trail Sylt zu entdecken?

Der Sylter Autor und Biologe Lothar Koch ist glücklich, das lang geplante Projekt nun in Holz, Metall und Farbe vor sich zu sehen. Es war ja auch kein leichtes Unterfangen, sturmtaugliche und salzwasserresistente Infotafeln mit beweglichen Elementen zu erstellen. Aber nun kann jeder ganz leicht und spielerisch an die Infos rund um die Walbevölkerung (und ja, durchaus auch Wahlbevölkerung) vor der Insel gelangen. Am besten, so empfiehlt es Koch, als Radtour. Ein oder zwei Tage ergeben eine tolle Tour mit vielen neuen Eindrücken – wer mehr weiß, kann mehr sehen. Nicht jede Rückenflosse ist ein Hai. Und wer dann beim ausgedehnten Whale Watching schwarze Konturen erkennt, muss auch nicht automatisch einen Wal vor den Augen oder dem Fernglas haben – auch die Trauerenten haben entdeckt, dass so ein Schutzgebiet echte Vorteile bietet - und kommen zu Tausenden zum Überwintern in die Nordsee vor Sylt. Wer eigentlich in der Tundra zu Hause ist, findet es im Winter hier halt richtig kuschlig… und so sind die schwarzgefiederten Freunde auch nicht wirklich traurig – der Name spielt einfach auf ihr Federkleid an.

Wie kam der Schweinswal zu seinem seltsamen Namen?

Der alte Aristoteles hat vor rund 2500 Jahren beim Sezieren des schweinegroßen „Fisches“ festgestellt, dass der ja eben auch innen gar nicht wie ein Fisch sondern eher wie ein Schwein aussieht. Und hat ihn Phokaina genannt – Meeresschwein.

Wir wünschen entdeckungsreiche Touren von Tafel zu Tafel. Und wegen der Strandnähe: Badesachen nicht vergessen.

Stiftung Küstenschutz Sylt

Man könnte Sylt auch der Nordsee überlassen. Sich langsam ans Festland zurückziehen. Urlaub woanders planen. Oder sich engagieren: Küstenschutz braucht Küstenschützer.

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