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Museen & Historische Stätten

Vom Feuerwehrhelm bis zum Walskelett: Sylter Geschichte ist wahrlich abwechslungsreich. Und so lebendig, dass man auch schon mal das Gefühl hat, gleich auf historische Inselbewohner zu treffen:  Hier lebt Geschichte zum Anfassen, Schmunzeln, Gruseln und Wundern.

Manchmal ist die Gegenwart viel spannender, wenn man um die Vergangenheit weiß. Warum haben die Sylter ihre Häuser lieber Richtung Watt gebaut, und wieso hatten die damals Geld für so teure Fliesen? War Bier zum Frühstück lecker oder nötig, und lohnte sich die Schatzsuche in den Grabhügeln? Geschichten von Jägern, Sammlern und echten Überlebenskünstlern geben vielem einen Sinn, was vielleicht schon mal als Frage im Raum stand. Machen Sie einen Ausflug in die Inselgeschichte – einige tausend Jahre Hintergrund liegen vor Ihnen.

Kampener Vogekoje

Von der Entenfanganlage zum Museum und Naturschutzgebiet. Über 250 Jahre Geschichte auf kleinem Raum, dazu noch idyllisch gelegen: Das System ist geklaut, aber die Anlage ist ein Sylter Original. Sie hat den Inselbewohnern manch warme Geflügelmahlzeit serviert: Noch bis 1913 fing man in Kampen jährlich etwa 25.000 Enten, bevor die Koje 1935 unter Naturschutz gestellt wurde. Der Mechanismus war gut ausgeklügelt: Eine einladende Süßwasserteichlandschaft mit Lockenten und einem Fangreusen-System – fertig war die Vogelkoje. Heute erwarten Sie neben Ausstellungen zur Kulturgeschichte ein Naturlehrpfad durch den Erlenbruchwald und ein herrlicher Blick über das Wattenmeer.


Öffnungszeiten: April-Oktober Mo.-Fr. 10-17 Uhr, Sa., So., feiertags 11-17 Uhr
Kampener Vogelkoje: www.sylter-verein.de

Tinnumburg

Wenn’s denn schon dasteht, dann kann man’s auch benutzen. Das hat sich wohl auch mancher Seeräuber und Schmuggler gedacht: Ein Wall in den Tinnumer Wiesen gibt im Durchmesser 120 Meter Rätsel auf. Dass sie aus der Zeit um Christi Geburt stammt, ist wohl das einzig Sichere, dass sich über die Tinnumburg sagen lässt. Die Funktion der mächtigen Wallanlage ist bis heute ungeklärt. Der Einsatz als Befestigungsanlage scheint plausibel, wenn man inmitten des Ringes steht, der mit 120 Metern Durchmesser wahrlich Größe zeigt. Verfallen ist die Anlage, bewachsen – aber nicht enträtselt. Mag es eine Kultstätte gewesen sein? Platz und Schutz war ja schon da. Heute ist die Tinnumburg ein beliebtes Wanderziel – vor allem am 21. Februar, wenn hier die Biikeflammen in den Himmel lodern. Was man zu dieser Nutzung wohl in 1.000 Jahren sagen mag?
Tinnumburg: Tinnumer Wiesen Zugang über Borigwai · Tinnum / Sylt

Grabhügel und Hünengräber

Der „Verein zum Hügelausgraben“ war nicht so erfolgreich wie die Kollegen in Ägypten, hat aber die Grabhügelmenge deutlich geschrumpft: Die letzten steinernen Zeugen der frühen Inselgeschichte sind rar – aber da.
Wo überall auf der Insel die über 400 Grabhügel und Hünengräber gewesen sein mögen – das ist heute nicht mehr exakt zu ermitteln. Die Schatzsucherherzen schlugen zu Anfang des 18. Jahrhunderts so eifrig in mancher Sylter Brust, dass den Sagen von unermesslichen Schätzen sogar als Verein nachgegangen wurde. Heute sind nur noch wenige Beispiele der jahrtausendealten Bauten, in denen die Asche Verstorbener beigesetzt wurde, erhalten - darunter der Tipkenhoog und der Harthoog am Keitumer Kliff. Sie müssen aber ihre Schatzsucherambitionen nicht unbedingt im Zaum halten: Wissen und Staunen können Sie auf jeden Fall einsammeln und zollfrei mitnehmen.

Sylter Heimatmuseum

Die wechselnden Kunstausstellungen in den Galerieräumen und im Außenbereich sind der Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwartskunst. Und dass auch ein Seefahrerkapitel nicht fehlt ist ja klar, der Walfang war schließlich Grund und Garant für den Wohlstand des 17. und 18. Jahrhunderts. Die Skelette im Garten stammen denn auch von gestrandeten Walen, und der Torbogen am Eingang... schauen Sie mal genauer hin: Kieferknochen werden bei Walen ganz schön groß.


Öffnungszeiten: April-Oktober Mo.-Fr. 10-17 Uhr, Wochenende und feiertags 11-17 Uhr
Sylter Heimatmuseum: Am Kliff 19 · Keitum · Telefon: +49 4651 31669
www.soelring-foriining.de

Altfriesisches Haus

Hier wohnten keine armen Leute, das wird beim Gang durch die Räume des alten Kapitänshauses klar. 1739 errichtet und in seinem ursprünglichen Zustand weitestgehend erhalten ist das Altfriesische Haus in Keitum eine kleine Zeitmaschine. In Küche, Wohnstube, Pesel und Kellerkammer scheint es, als wären die Bewohner nur kurz ausgegangen.Wundervoll geflieste und getäfelte Wände und viele Alltagsgegenstände vergangener Zeiten machen die Räume behaglich und lebendig. Dass in den Alkovenbetten mehr gesessen als gelegen werden konnte und als Heizung glimmender Schafmist diente, das gehört zu den kuriosen Details des heutigen Museums.
Öffnungszeiten: April bis Oktober Mo.-Fr. 10-17 Uhr, Wochenende und feiertags 11-17 UhrWinter Mi.-Sa. 12-16 UhrAltfriesisches HausAm Kliff 13 · KeitumTelefon: +49 4651 31101 · www.soelring-foriining.de

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