© Julia Petersen

Sylter Meeresgärtnerei

Eine Qualitätsgeschichte mit internationalen Einflüssen

in Keitum auf Sylt

Sylter Meeresgärtnerei
© Julia Petersen

Man könnte lange um den heißen Brei reden. Ausgiebig über den historischen Standort in der Nähe der Keitumer Kirche philosophieren. Ganz kurz: Zuvor kreierte hier, im Alten Bahnhof der Inselbahn, Töpferin Erkel Gnauck ihre Werke. Umgeben von Wiesen und Watt, gefühlt sehr weit weg vom insularen Wahnsinn. Ein Ort, der für sich spricht, der anders ist, der einen fühlen und eintauchen lässt. Das erkannte auch der Berliner Andreas Frädrich für sich und seine Sylter Meeresgärtnerei, die er genau dort im vergangenen Jahr eröffnete. Mit im Schlepptau, mehr als spannend: Zitronenbäume und die Vision in jenem Keitumer Garten Sylter Zitronen wachsen zu lassen. Wie bitte?! Zugegeben, das mag erst einmal schräg, für die typisch nordischen Skeptiker*innen weit hergeholt klingen. Gerade, wenn man sich das Sylter Klima vor Augen führt, kommen zunächst Wind, Regen, Kälte, und vielleicht auch ein paar Sonnenstunden in den Sinn. Drastisch formuliert. Denn wenn man das Wetter auf Sylt genauer betrachtet, und das hat Andreas Frädrich getan, ist es eigentlich gar nicht so schlecht für die Zitronen. Der letzte Sommer präsentierte eine hervorragende Sonnenbilanz, perfekte Wetterwechsel, keine stagnierenden Wettersituationen, die sich festzogen. Und siehe da, die Zitronenbäume, die ursprünglich aus Valencia kommen, erzielten satte Erträge. Sie mögen die salzige Meeresluft, saugen diese förmlich auf, was sich auch im Geschmack widerspiegelt. Sie sind nicht so sauer, wie andere ihrer Kolleginnen, schmecken etwas süßlicher, sehr saftig und erfrischend. Der Gartenchef höchstpersönlich spricht von besonderer Kapitänsqualität.

Allerdings bilden die gesunden Früchte nur eine Komponente des Sortiments der Sylter Meeresgärtnerei. Verschiedenste Kräuter und Pflanzen, wie Lorbeer und Salicornia, auch bekannt als Queller, schmücken das Grundstück. Andreas Frädrich sieht sein Geschäft als maritimen Pflanzenhandel und -vermietung, als Schnittstelle zwischen Land und Meer. Seine Produkte variieren zwischen Saatgut, Schnittware sowie tropischen Früchten und Bäumen. Als gelernter Landschaftsgärtner verfügt er über das notwendige Wissen, als Visionär über die wertvolle Neugierde und Ideenreichtum. In Berlin ist Andreas Frädrich, der sich schon als Kind in die Insel Sylt verliebte, für verschiedene Urban Farming Projekte bekannt. Er ist sich sicher, dass man die Landwirtschaft und auch Konzepte zu Selbstversorgung, auch hier vor Ort, überdenken muss. Gründe dafür gäbe es viele, klimatische Veränderungen und Verschiebungen gehören definitiv dazu.

Salzwiesenkräuter, Küstengemüse, Wildobst, Algenkultur & Meer

Sylter Meeresgärtnerei
© Julia Petersen

Die Produktvielfalt der Sylter Meeresgärtnerei macht außerdem deutlich, was alles auf der Insel wächst und wachsen kann. Zum Beispiel der Lorbeer, der im Norden recht üppig gedeiht und sogar heilende Kräfte haben soll. Sehr stolz ist das Team der Meeresgärtnerei ebenfalls auf die saftig grünen Queller, die roh im Salat und auch gedünstet köstlich schmecken, ein idealer Bestandteil der veganen und vegetarischen Küche sind. Zu den Pflanzen im kompostierbaren Topf gesellen sich verschiedene selbstgemachte Marmeladen und Honig aus der Umgebung, sogar von der Mutter Lucie Frädrich hochstpersönlich. Und siehe da, die Zitrone fällt nicht weit vom Stamm…

Öffnungszeiten sowie weitere Informationen rund um die Sylter Meeresgärtnerei, die Sylter Zitrone und diversen Bioprodukte gibt es auf https://sylter-zitrone.de und natürlich vor Ort. Wer es nicht während der Öffnungszeiten in den Hofladen schafft oder spontan etwas benötigt, findet dort ab sofort auch einen Meeresgärtnerei-Automaten und eine Honesty Box mit verschiedenen Produkten.

INFO: Am 4.10.2021 geht die Sylter Meeresgärtnerei in die Herbstpause. Am 26.11.2021 öffnet der Betrieb dann wieder dann mit der Weihnachtsbaumvermietung mit verkürzten Öffnungszeiten. I www.sylter-tannen.de

Andreas Frädrich

"Der Knaller ist, wenn die Leute den Unterschied schmecken!"

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