Corona-Vorgaben und hilfreiche Tipps für Sylter Betriebe

Offizielle Verordnungen des Landes Schleswig-Holstein

Zusammenfassung des aktuellen Erlasses für Sylter Betriebe (gültig bis 9. Mai 2021)

§ 2 (4) Kontaktverbot:

  • Ansammlungen und Zusammenkünfte im öffentlichen Raum und privaten Raum zu privaten Zwecken sind nur wie folgt zulässig (Kontaktbeschränkungen):

    • von Personen eines gemeinsamen Haushaltes unabhängig von der Personenzahl,
    • von Personen nach Nummer 1 und einer weiteren Person,
    • von Personen nach Nummer 1 und Personen eines weiteren Haushalts, wenn insgesamt nicht mehr als fünf Personen teilnehmen.
  • Im privaten und öffentlichen Raum ist zu anderen Personen ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten (Abstandsgebot).

§ 2a Mund-Nasen-Bedeckung:

(1) Soweit nach dieser Verordnung das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung vorgeschrieben ist, sind Mund und Nase so zu bedecken, dass eine Ausbreitung von Tröpfchen und Aerosolen durch Husten, Niesen oder Sprechen vermindert wird; eine Bedeckung mit Hand oder Arm oder die Verwendung einer Maske mit Ausatemventil oder eines Visiers reicht nicht aus.

(1a) Soweit nach dieser Verordnung das Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung vorgesehen ist, gilt Absatz 1 mit der Maßgabe, dass eine  OP-Maske oder eine Maske der Standards FFP 2, N95 oder KN95 zu verwenden ist.

(2) In Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen, Bahnhöfen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr, in denen typischerweise das Abstandgebot nicht eingehalten werden kann, müssen Fußgängerinnen und Fußgänger eine Mund-Nasen-Bedeckung nach Maßgabe von Absatz 1 tragen.

(3) In geschlossenen Räumen, die öffentlich für Kundinnen und Kunden oder Besucherinnen und Besucher zugänglich sind, und an Arbeits- oder Betriebsstätten in geschlossenen Räumen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung nach Maßgabe des Absatz 1 zu tragen.

§ 2b Alkoholverbot:

  • Im öffentlichen Raum sind der Ausschank und der Verzehr von alkoholhaltigen Getränken untersagt.

§ 3 Einrichtungen mit Publikumsverkehr:

  • Für sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen ist ein Hygienekonzept notwendig
  • Bei der Bereitstellung von Toiletten ist zu gewährleisten, dass enge Begegnungen vermieden werden und leicht erreichbare Möglichkeiten zur Durchführung der Händehygiene vorhanden sind.
  • Sammelumkleiden, Duschräume, Saunen, Whirlpools oder vergleichbare Einrichtungen sind zu schließen

§ 4 (1) Hygienekonzept mit folgenden Aspekten:

  1. Begrenzung der Besucherzahl auf Basis räumlicher Kapazitäten
  2. Wahrung des Abstandsgebots (§ 2)
  3. Regelung der Besucherströme
  4. Regelmäßige Reinigung von häufig berührten Oberflächen
  5. Regelmäßige Reinigung der Sanitäranlagen
  6. Regelmäßiges Lüften der Innenräume

Konzept ist auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen und es ist über Umsetzung Auskunft zu erteilen.

§ 4 (2) Kontaktdatenerhebung in Betrieben:
Vor- und Nachname, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail der Gäste/Kunden sind für einen Zeitraum von 4 Wochen ausschließlich zum Zweck der Nachverfolgung aufzubewahren und dann zu vernichten. Der zur Datenerhebung Verpflichtete hat Personen, die die Erhebung ihrer Kontaktdaten verweigern, von dem Besuch oder der Nutzung der Einrichtung oder der Teilnahme an der Veranstaltung auszuschließen. Soweit gegenüber dem zur Erhebung Verpflichteten Kontaktdaten angegeben werden, müssen sie wahrheitsgemäß sein. Falsche Angaben stellen eine Ordnungswidrigkeit dar.

§ 5 Veranstaltungen:

  • Veranstaltungen sind untersagt.

§ 7 Gaststätten:

  • Der Betrieb von Gaststätten ist unzulässig.
  • Ausgenommen ist der Betrieb von Gaststätten außerhalb geschlossener Räume mit vorheriger Terminreservierung und soweit die Gäste auf festen Plätzen sitzen
  • Ausgenommen sind ebenfalls Kantinen, Außer-Haus-Angebote, Beherbergungsbetriebe bei der Bewirtung ihrer Hausgäste und Autohöfe/Autobahnraststätten.
  • Zwischen 23 Uhr und 6 Uhr darf außer Haus kein Alkohol verkauft werden. Dies gilt auch für gastronomische Lieferdienste.
  • Diskotheken und ähnliche Einrichtungen sind zu schließen.

§ 8 Einzelhandel:

  • Bei Verkaufsstellen des Einzelhandels ist die Kundenzahl zu begrenzen:
    • 1 Person / 10 qm Verkaufsfläche
    • Übersteigt die Verkaufsfläche 800 Quadratmeter gilt 1 Person / 20 qm Verkaufsfläche
  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist Pflicht für Kundschaft und Personal
  • Ein Hygienekonzept für die Verkaufsstelle muss vorliegen
  • Handdesinfektion ist im Eingangsbereich bereit zu stellen
  • In der Zeit zwischen 23 Uhr und 6 Uhr darf kein Alkohol verkauft werden

§ 9 Dienstleistungen:

  • Dienstleistungen mit Körperkontakt sind wieder erlaubt, allerdings gilt:
    • Dienstleister/innen UND Kunden müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen!
  • Ein Hygienekonzept muss vorliegen und die Kontaktdaten der Kunden müssen erhoben werden.
  • Der Betrieb des Prostitutionsgewerbes und die Erbringung sexueller Dienstleistungen mit Körperkontakt sind untersagt.
  • Dienstleistungen mit Körperkontakt, bei denen die Kunden keine Maske tragen können, sind verboten, es sei denn, wenn die Kunden eine Bescheinigung über ein negatives Testergebnis vom selben Tag oder vom Vortag in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus vorlegen oder vor Ort einen solchen Test durchführen.

§ 10 Freizeiteinrichtungen:

  • Freizeiteinrichtungen innerhalb und außerhalb geschlossener Räume sind für den Publikumsverkehr zu schließen.
  • Ausgenommen sind frei zugängliche Spielplätze außerhalb geschlossener Räume mit Hygienekonzept.
  • Museen, Gedenkstätten, Bibliotheken, Archive, Botanische Gärten, Tierparks, Wildparks, Aquarien, Angelteiche, Strandkorbvermietungen, Sonnenstudios und Zoos dürfen betrieben werden.

§ 11 Sport:

  • Die Sportausübung ist nur wie folgt zulässig:
    • allein oder gemeinsam mit im selben Haushalt lebenden Personen oder einer anderen Person,
    • außerhalb geschlossener Räume ohne Körperkontakt in Gruppen von bis zu zehn Personen,
    • außerhalb geschlossener Räume ohne Körperkontakt in festen Gruppen von bis zu 20 Kindern bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres unter Anleitung einer Übungsleiterin oder eines Übungsleiters.
  • Soweit der Sport in geschlossenen Räumen ausgeübt wird, gilt die Beschränkung aus Satz 1 Nummer 1 für jeden Raum oder innerhalb großer Räume für mindestens 80 Quadratmeter pro sporttreibender Person, sofern die Sporttreibenden grundsätzlich gleichmäßig verteilt sind.
  • Der Betrieb von Schwimm- und Spaßbädern sowie ähnlichen Einrichtungen ist untersagt.
    • Die zuständige Behörde kann für die Nutzung von Sportanlagen und Schwimmbädern durch Berufssportlerinnen und Berufssportler, Kaderathletinnen und Kaderathleten, Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer sowie deren Trainerinnen und Trainer und für Prüfungen, Sportangebote zur medizinischen Rehabilitation und Praxisveranstaltungen im Rahmen des Studiums an Hochschulen Ausnahmen erteilen.
  • In Sportanlagen haben Zuschauerinnen und Zuschauer keinen Zutritt.

§ 14 Stationäre Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Mutter-/Vater-Kind-Einrichtungen:

  • Stationäre Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Einrichtungen zur stationären medizinischen Vorsorge und Rehabilitation für Mütter und Väter erbringen ihre Leistungen in einem dem jeweiligen Infektionsgeschehen angemessenen Rahmen. Sie können Betretungsbeschränkungen zum Zwecke des Infektionsschutzes erlassen.

§ 17 Beherbergungsbetriebe (auch Privatvermieter, Campingplätze und Jugendherbergen):

  • Hygienekonzept erforderlich
  • Kontaktdatenerhebung aller Gäste gemäß § 4 (2)
  • Eine Beherbergung ist nur erlaubt, wenn der Gast zuvor schriftlich bestätigt, dass die Übernachtung ausschließlich zu beruflichen, medizinischen oder zwingenden sozial-ethischen Zwecken erfolgt.

§ 21 Ordnungswidrigkeiten

  • Wer vorsätzlich eine Person entgegen den oben genannten Regelungen beherbergt oder als Reisender falsche Angaben zu den oben genannten Regelungen trifft, begeht eine Ordnungswidrigkeit nach dem Infektionsschutzgesetz.
Bußgeldkatalog bei Nichteinhaltung der Corona-Regeln

Touristische Beherbergung

In der Ersatzverkündung zur Landesverordnung ist ein Beherbergungsverbot bis zum 9. Mai 2021 geregelt. Abweichungen davon sind nach §20a der Verordnung in den ausgewählten Modellregionen möglich. Nordfriesland wurde als Modellregion ausgewählt. Der Start des Modellprojektes in Nordfriesland ist für den 1. Mai 2021 geplant. Ob Sylt die Möglichkeit der Teilnahme im Rahmen der Modellregion Nordfriesland in Anspruch nimmt, ist bisher unklar. Hierzu wird sich in den einzelnen Gemeinden der Insel beraten.

Öffnung der Außengastronomie seit dem 12. April möglich:

Seit Montag, den 12. April 2021 ist der Betrieb von Gaststätten außerhalb geschlossener Räume mit vorheriger Terminreservierung und soweit die Gäste auf festen Plätzen sitzen wieder möglich. Voraussetzung hierfür sei eine Inzidenz, die stabil unter 100 liegt.

 

Vorlagen für die Öffnung der Außengastronomie:

  • Aktuell geltende Kontaktbeschränkungen müssen eingehalten werden:
    Es dürfen maximal fünf Personen aus zwei Haushalten an einem Tisch sitzen (Kinder unter 14 werden nicht mitgezählt)
  • Die Gastronom*innen müssen eine Kontaktnachverfolgung sicherstellen und die erforderlichen Abstände in allen Bereichen gewährleisten (alle Infos zur Luca App finden Sie auf www.sylt.de/luca).
  • FFP2-Masken oder medizinische Masken sind Pflicht und dürfen von den Gästen nur am Tisch abgenommen werden.
  • Das vorherige Durchführen eines Schnell- oder Selbsttests für den Besuch der Außengastronomie ist nicht verpflichtend, jedoch dringend empfohlen.
Testpflicht bei Einreise aus Risikogebieten

Die Quarantäneverordnung wurde von der Landesregierung angepasst: seit dem 15. Februar 2021 gilt Folgendes:

Neben der bereits bestehenden Pflicht zur vierzehntägigen Quarantäne wird wieder eine Testpflicht bei der Einreise aus Risikogebieten eingeführt. Reiserückkehrer/innen aus dem Ausland können sich frühestens fünf Tage nach der Heimreise molekularbiologisch testen lassen, um die Absonderungszeit zu verkürzen.

zur Quarantäneverordnung des Landes SH
Tragepflicht von medizinischen Masken (Mund-Nasen-Bedeckung)

Seit dem 25. Januar 2021 gilt eine Tragepflicht von medizinischen Masken (OP-Masken oder Masken mit den Standards KN95/N95 oder FFP2) in Geschäften und Nahverkehr. Die einfache Mund-Nasen-Bedeckung reicht dann nicht mehr aus.

Tragepflicht von medizinischen Masken /Mund-Nasen-Bedeckung:

  • im ÖPNV
  • für Beschäftigte in Verkaufs- und Warenausgabestellen des Einzelhandels
  • innerhalb von Behörden mit Publikumsverkehr
  • für Gäste und Beschäftigte in Gaststätten (draußen und in Innenräumen)
  • dort, wo Publikumsverkehr besteht
  • in abgeschlossenen Verkaufsständen
  • in überdachten Verkehrsflächen von Einkaufszentren in den Bereichen mit Publikumsverkehr
  • auf Wochenmärkten
  • in Einkaufsbereichen
  • stark frequentierte Plätze und Straßen, in denen der Abstand nicht eingehalten werden kann.

In Westerland herrscht zusätzlich am Bahnhofsplatz und dem ZOB eine Tragepflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung. Darüber hinaus müssen Mund-Nasen-Bedeckungen in Einkaufsbereichen und anderen Bahnhöfen auf Sylt getragen werden.

Nicht erlaubt sind:

  • Bedeckung mit Hand oder Arm
  • Verwendung einer Maske mit Ausatemventil
  • Durchsichtige Kunststoff-Visiere (Face Shields)

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