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Typisch Sylt

Was kurvt denn da vor der Küste?

Vor Sylt kreucht und fleucht nicht nur einiges im, sondern auch auf dem Wasser: Boote und Schiffe in unterschiedlichen Größen sind aus unterschiedlichen Gründen unterwegs. Lassen Sie uns doch mal Ausschau halten...

Am besten erst einmal an den vier Sylter Häfen. Sowohl in List und Munkmarsch als auch in Rantum und Hörnum machen die Freizeitkapitäne gern ihre Yachten fest, um von dort aus zu Fahrten ins Wattenmeer, zu den Nachbarinseln Amrum und Föhr oder gen Dänemark aufzubrechen.

Im Lister Hafen stechen mehrere Schiffe besonders ins Auge. Da ist zum einen das schneeweißen Ausflugsschiff der Reederei Adler-Schiffe, das regelmäßig zu den vor List liegenden Seehundsbänken ablegt – unterwegs wird das Netz ausgeworfen und die Passagiere können Lebewesen der Nordsee vom Krebs bis zur Scholle begutachten. Zwischen List und der dänischen Nachbarinsel Röm pendeln außerdem zwei moderne Fähren, die gern von Urlaubern für die An- und Abreise auf dem Seeweg genutzt werden. Auf ihnen finden bis zu 600 Passagiere Platz, die Autodecks verfügen über Kapazität für 80 Pkw.

Ein besonderer Blickfang im Lister Hafenbecken ist der Seenotrettungskreuzer Pidder Lüng. Der 20 Meter lange Kreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger pflügt mit bis zu 22 Knoten (40 km/h) durch die Wellen, wenn Windsurfer in Not geraten oder Kutter Maschinenschaden haben. Das von 1660 Pferdestärken angetriebene Schiff verfügt dabei über eine umfassende Ausstattung von der Sauerstoffbeatmungsanlage über eine  Feuerlöschpumpe bis hin zum Schlepphaken.

Sommergäste auf See sind die kleiner Motorboote. Mit ihnen gehen Sylter Angler auf die Jagd nach Makrelen, die dann im eigenen Räucherofen oder in Sylter Restaurants landen. Auch der Kutter Gret Palucca legt im Sommer mit Urlaubern von List aus zu Angelfahrten ab. Noch bis Oktober ist hingegen ein großes, blaues Schiff vor Sylts Küste unterwegs. Es ist das Spülschiff Thor. Für den Erhalt der Sylter Strände ist dieser Pott unerlässlich: Jahr für Jahr pumpt die ?Thor? über mehrere Monate hinweg etwa sieben Kilometer vor der Küste Sand vom Meeresboden in ihren 2500 Kubikmeter großen Laderaum. Das Schiff wechselt dann seine Position vor die Sylter Küste und pumpt durch Rohrleitungen ein Sand-Wasser-Gemisch an den Strand, das Planierraupen dort gleichmäßig verteilen. So wird bei einer Sturmflut nicht das eigentliche Ufer, sondern das vorgelagerte Sandpolster abgetragen. In diesem Jahr werden an mehreren Sylter Strandabschnitten 2,4 Millionen Kubikmeter Sand vorgespült – dafür muss die Thor fast tausend mal raus- und reinfahren.

Am südlichen Ende der Insel legen nicht nur Ausflugsschiffe zu einem Tagestörn zu den Nachbarinseln Amrum und Föhr sowie zu den Halligen ab. Der Hörnumer Hafen ist auch das Domizil der Muschelfischer. Mit ihrem Fangschiff fahren sie regelmäßig zum dicht vor der Küste liegenden Muschelaufzuchtgebiet, wo Miesmuscheln geerntet werden. Die kommen nicht nur in Sylter Restaurants auf den Tisch, sondern werden von Kühllastern bis nach Holland und Belgien transportiert.

Vergeblich sucht man heute indes im Hörnumer wie auch den anderen Sylter Häfen die einst so typischen Blickfänge: Der letzte Sylter Krabbenkutter wurde vor wenigen Jahren abgetakelt. Heute sind es zumeist Krabbenkutter aus Ostfriesland, Husum oder Dänemark, die vor der Sylter Westküste ihre Netze ausfahren. Die gefangenen Garnelen sind eine beliebte Zutat für jeden Sylt-Urlaub: Herzhafte Krabbenbrötchen.

Fotos: 1. Ein Krabbenkutter vor Kampen: Heute fahren nur noch auswärtige Fischer die Netze aus. // 2. Vom Hörnumer Hafen aus nimmt ein Muschelfangschiff Kurs auf das unweit der Küste gelegene Aufzuchtgebiet für Miesmuscheln.

 

 

Tags:
  • Typisch Sylt
  • Natur
  • Frank Deppe

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Frank Deppe

Hallo – mein Name ist Frank Deppe und in meinen Beiträgen möchte ich dir Sylt in ganz unterschiedlichen Thematiken näher bringen.
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q Gästestimme lesen:
Es waren wieder wunderschöne Tage auf Sylt.Auch unter Corona-Bedingungen war fast alles möglich.Ein Punkt ist uns aber aufgefallen:Der zunehmende e-Bike-Verkehr lässt einen langjährigen Radler langsam darauf verzichten, an diesem Verkehrs"Wahnsinn" auf den Radwegen teilzunehmen zumal viele ungeübte Radler da unterwegs sind. Als es noch keine E-Bikes gab war Radfahren auf der Insel eine herrlich entspannte Angelegenheit welche höchstens viel "Luft" bei Gegenwind erforderte.Meiner Meinung nach wird das noch die einen oder anderen Probleme mit sich bringen. Dennoch .... Sylt ist immer eine Reise Wert.Wir haben uns daraufhin schwerpunktmäßig an die Strände und in die Heide zurückgezogen.Alles Gute für Euch
Wolfgang Rauser
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