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Mein Vogelmonat April

Langsam aber sicher erwacht die Insel aus ihrem Winterschlaf und begrüßt neue Insulaner.

Dann also doch! Der Frühling hat sich durchgekämpft und lässt langsam aber sicher alles grün werden. Die Frühblüher strecken sich der Sonne entgegen, die Gänse besetzen ihre Brutreviere und fast jeden Tag wird ein neues Lämmchen in der Scheune des Listlandschäfers geboren, sodass jeder beim Vorbeilaufen von einem hell klingendem „Määäh“ begrüßt wird.

Ein ganz besonderes Erlebnis hatte ich in diesem Monat bei uns im Lister Koog: Ich war mit dem Fahrrad auf dem Weg zum Strand, als ich über die Wasserfläche im Koog schaute. Während ich dabei die am Ufer sitzenden Möwen betrachtete, sah ich zwei Vögel, die zwar weiß-schwarz gemustert, aber keine Möwen waren. Glücklicherweise hatte ich mein Fernglas dabei und mit Vergrößerung konnte ich sie dann sicher erkennen: Säbelschnäbler! Und nicht nur zwei saßen am Wasser, sondern gleich sechs dieser hübschen Vögel. Und es waren die ersten Säbelschnäbler, die ich in meinem Leben in Natur gesehen habe. Aus meinem ursprünglichen Plan, an den Strand zu fahren, ist dann nichts mehr geworden. Stattdessen habe ich bei uns im Erlebniszentrum Naturgewalten ein Spektiv geholt, mich damit auf den Deich gestellt und die Vögel beobachtet.

Und mit dieser Beobachtung nicht genug: Der Monat April scheint für mich ganz im Zeichen der Vögel gestanden zu haben. Nicht nur Säbelschnäbler konnte ich in diesem Monat beobachten, sondern auch einen noch viel unglaublicheren Vogel: den Schwarzbrauenalbatros!

Ja, er ist wieder da! Am Rantumbecken wurde er an mehreren Tagen hintereinander gesehen, und so beschlossen wir Freiwilligen aus List an einem freien Tag gemeinsam dort hin zu fahren. Bepackt mit Ferngläsern und Spektiven haben wir uns auf den Weg gemacht und Stellung an der Schleuse am Deich bezogen. Kaum hatten wir aufgebaut, da flog auch schon ein riesiger Schatten an uns vorbei. Es dauerte wirklich keine fünf Minuten ehe sich uns der Albatros zeigte, und das nicht nur einmal. Bestimmt zehn Minuten lang zog er seine Bahnen entlang des Deiches – auf und ab flog er immer wieder. Wir standen alle nur sprachlos und mit Gänsehaut da und genossen den Anblick des anmutigen Vogels mit seiner enorm großen Spannweite. Was ein beeindruckendes Lebewesen!

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Jan Ullemeyer

Für ein Jahr Bundesfreiwilligendienst im Erlebniszentrum Naturgewalten in List habe ich endlose Weinberge gegen weite Dünenlandschaften getauscht.
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