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Aktive Laufkundschaft

Julz mischt sich mal wieder unter die Läufer, allerdings mit paradiesischen Aussichten und außergewöhnlichen Funden.

Überall liest und hört man davon: Es wird marschiert, gejoggt und gewandert. (Nordic Walking scheint ausgestorben?!). So richtig dran vorbei kommt man irgendwie nicht. Neuerdings scheine auch ich auf den Zug der flotten Fortbewegung aufgesprungen zu sein. Obwohl das mit dem „neuerdings“ nicht wirklich richtig ist. Seit vielen Jahren schon fange ich sporadisch immer mal wieder mit dem Joggen an. Zuletzt nach meinem fünfwöchigen Surftrip nach Sri Lanka 2015. Als ich nach Sylt zurückkehrte war ich sowas von fit, dass ich gar nicht wusste, wohin mit meiner ganzen Energie, die insularen Winterwellen ließen zudem etwas auf sich warten. Was also tun, wenn sich der innere Bewegungsdrang bemerkbar macht? Die Laufphase hielt so lange erfolgreich an, bis Schnee und Eis mir irgendwann einen Strich durch die Rechnung machten. Shit happens.

Vor einigen Wochen kramte ich also das erste Mal seit einiger Zeit meine Laufschuhe aus der hintersten Ecke. Nach tagelangen Druck- und überhaupt feinsten Sommerwellen gab’s eine satte Flaute, zudem musste das Fitnessstudio, das ich regelmäßig besuche, aufgrund von Renovierungsarbeiten schließen. Kein Problem, wenn man das Bewegungsparadies schlechthin praktisch vor der eigenen Haustür hat. Eigentlich. Das Wetter war zudem unfassbar sonnig, der Oktober meinte es gut mit uns. Ich lief los, sprintete die Stufen der Treppe am Strandübergang in Windeseile hinauf und staunte erstmal nicht schlecht. Kaum eine Menschenseele, das Licht schon so pastellich-farbenfroh, verursacht durch die just aufgehende Sonne. „Wieso mache ich das eigentlich nicht öfter?!“, dachte ich mir nur. Nahezu am Flutsaum angekommen, erlebte ich direkt die nächste Überraschung: Eine kleine Chanel-Tasche lag halb eingebuddelt im Sand, komplett durchnässt und durchgeweicht. Gibt’s nicht. Da geht man einmal Laufen und findet direkt eine CHANEL??! War aber leider ein Fake, das wurde mich recht schnell bewusst. Hoffentlich ist der Besitzerin nichts passiert. Wurde sie über Bord geworfen? Indizien für eine wilde Strandparty? Überbleibsel vom Surf Cup? Who knows. Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren. Schade.

Voller Elan trieb es mich gen Norden, vorbei an Frühaufstehern, Morgenmuffeln, Gassigehern und Joggern. Letztere waren deutlich in der Überzahl. Wie lange die das wohl schon machen? Auch so sporadisch wie ich, oder doch sehr diszipliniert? Manchen stand es förmlich ins Gesicht geschrieben, insbesondere die von vorne kommende Fraktion schien doch etwas erschöpft. Mir kam das jetzt gar nicht sooo anstrengend vor, irgendwie. Ob das vielleicht an den Foto-Pausen lag? Ich musste hier und dort an mancher Buhne stoppen und die Kamera anschmeißen, ging nicht anders. Die Stimmung, das Licht, unfassbar. Höhe des Strandbistros in Wenningstedt machte ich kehrt und realisierte, wieso der Rückweg vielleicht nicht ganz so geschmeidig verlaufen würde. Der Wind aus Süd donnerte doch recht elanvoll gegen die Brust. Wäre ja auch langweilig sonst, dachte ich mir und empfand den Gegenwind als zusätzliche Herausforderung, die mir beim Joggen immer fehlt. Höhe des Krankenhauses folgte dann die erste Zwangsgehpause. Wie kann man sich das freiwillig antun? Manche sogar täglich! Mit einem freundlichen „Moin“ grüßte ich nach wie vor alle mir entgegenkommenden Läufer. Wenn ihr wüsstet. Sollte ich sie warnen? Nein, da muss man durch. Der Blick aufs Meer entschuldigte sowieso alles. Auch die nassen Füße, die ich mir beim eleganten Sprung über den Priel holte. Wie lange die Schon-, ähm Trockenzeit der Schuhe andauerte? Zwei Tage, dann rannte ich wieder los. Allerdings gen Süden. Was ich dort fand? Champagnerkorken. War also vielleicht doch 'ne wilde Party...

Für persönliche Inseleindrücke folgt mir gern auf Instagram @julzvonsylt

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Julz von Sylt

Ich nenne viele Plätze dieser Welt mein Zuhause, doch wenn ich mit meinem Surfbrett auf der Nordsee sitze und dem schier unendlich wirkenden Horizont entgegenschaue, wird mir jedes Mal bewusst: Hier gehöre ich hin.
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