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BIS - DIE NATURSCHUTZOFFENSIVE VON SANSIBAR UND SÖL’RING FORIINING

Wenn Stockwerke aus Wurzelfilz besser halten als Beton, dann ist der prominenteste Sylter Baumeister am Werk. Und der hat BISs.

Die Werke berühmter Architekten sind eigentlich eher in Großstädten zu finden, aber auf Sylt ist ein Baumeister in unermüdlichem Einsatz, dessen Leistung trotz seiner Prominenz eher unbekannt ist. Um diesem Inselarchitekten, der mit seiner Arbeit Sylt vor Sturmfluten schützt, und weiteren oftmals wenig respektierten Insulanern eine Bühne zu verschaffen, haben sich Herbert Seckler von der Sansibar und Ekkehard Klatt sowie Sven Lappoehn von der Söl’ring Foriining zusammengetan, und BIS in die Rantumer Dünen gebracht.

BIS ist das Besucherinformationssystem für Naturschutzgebiete in Schleswig-Holstein. Und das erläutert mit viel Bildbeispielen und Grafiken auf Infotafeln, wie zum Beispiel Strandhafer es schafft, aus seinem Wurzelfilz Stockwerke zu bauen, welche die Dünen wachsen lassen, bis sie bessere Inselschützer sind als Tetrapoden es je waren. Und dann legen diese lokalen Dünenbaumeister auch wortwörtlich den Grundstock, auf dem andere Kulturen gedeihen: Während nämlich Meersenf und Salzmiere mit dem Nordseewasser eine entspannte Kooperation eingehen, sind Sumpfblutauge und Glockenheide fürs salzige Nass als Dauergetränk so gar nicht zu begeistern. Für diese meeresscheuen Gesellen legt sich der Strandhafer erst ins Zeug und dann zur ewigen Ruhe: Sein Sterben ermöglicht ihr Leben. Ein Kreislauf, der perfekt funktioniert, solange… ja, solange niemand einen Fuß in das enorm empfindliche Ökosystem setzt. Was diese Inselbaumeister tun, das tun sie allein am besten. Der Mensch ist nicht überall schlauer.

Aber um dieses System angemessen zu respektieren ist es gut, seine Arbeitsweise zu kennen. Darin sind und waren sich Herbert Seckler und die Söl’ring Foriining frei nach Goethe einig: Was der Wanderer nicht kennt, das sieht er nicht. Und im schlimmsten Fall tritt er es mit Füßen, wenn auch unbeabsichtigt. Wie aber kann man seinen Gästen anschaulich erklären, was sich in den Rantumer Dünen rund um die Sansibar abspielt, wenn man doch nicht reinlaufen kann, geschweige denn kurz mal den nächstgelegenen Dünenberg neugierig umgraben, bis dann ein Leck in der natürlichen Inselmauer entsteht? BIS heißt die Lösung. Und da wurde dann auch nicht lang gefackelt: Die Sansibar nahm sich zusammen mit dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (MELUR) der Finanzierung des Info-Projekts an, die Söl’ring Foriining lieferte wie auch das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) viel Wissen.

Und nun finden Sie bei Ihrem nächsten Besuch großformatige farbige Infotafeln. Deren Inhalt können Sie sogar mit nach Hause nehmen: Der Flyer zum Naturschutzgebiet Rantumer Dünen ist ein reicher Informationsquell für die Hosentasche. Vielleicht beeindrucken Sie beim nächsten Dünenspaziergang ja mal ganz dezent mit Ihrem Braundünen-Wissen. Wär ein Promi-Klatsch der besonderen Sylter Art.

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