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AUSSTELLUNG STILLE WELLEN  – FARBE IM FLUSS... IM MEER... IM KOPF.

Wann macht es klick und wo tut es das ohne Kamera? Ist das Meer in Öl flüssiger als das Salzwasser selbst? Und darf Brandung so viel Ruhe ausstrahlen? Nachfragen erlaubt.

Einen Moment einzufangen, der so kurz ist wie ein Augenaufschlag. Und in dieser Form niemals wiederkehrt. Das ist uns bei einer Fotografie ganz selbstverständlich. Was passiert aber, wenn das ein Ölbild macht? Wenn wir wissen, dass das Malen dieses Moments so viel länger dauerte als der Moment selbst. Wenn das so offensichtlich und sicher ist. Verwirrend. Was fließt dann noch hinein in das Bild?

Fließen ist gleich das richtige Wort, denn es bringt uns direkt zum Thema: Jens-Peter Tschuschke malt das Meer. Genauer die Brandung. Und während man bei Sylt da schnell an spektakuläre Sturmszenen denkt, richtet der Hamburger Maler, der als gebürtiger Wilhelmshavener ja eh Seewasserpromille im Blut hat, seinen Blick auf die stillen Momente der Nordsee.

Wann und wo beginnt die Ausstellung Stille Wellen?

Stille Wellen heißt somit dann auch seine erste Sylter Ausstellung, die vom 6. Juni bis 22. Juli in der Galerie der Sparkasse in Westerland zu sehen ist. Und dass seine Herangehensweise eine kluge und fesselnde ist, wird vor den großformatigen Ölbildern deutlich: Das Faszinierende ist tatsächlich dieser innere Widerstreit von wissendem Geist und emotionalem Blick, der durch die vermeintliche Langsamkeit der Bewegung und den dabei so schnellen Wechsel ihrer Struktur möglich wird. Wir sehen die Welle kippen, obwohl sie still steht. 

Darum geht's

Es ist ein Moment in der Zeit, der gar nicht eingefangen sondern freigesetzt wurde. Der so existierte – als Stimmung des Augenblicks, nicht als Abbild. Schon Caspar David Friedrich bemerkte, dass der Maler nicht bloß malen soll, was er vor sich sieht, sondern auch, was er in sich sieht. Und so dreht es sich beim Versinken in die gemalte Szene nicht um die Frage, welche Welle an welchem Sylter Strandabschnitt das war, sondern darum, was Sie als Betrachter empfinden. Welche Erinnerung wird wach, wohin verorten Sie diesen Ausschnitt von Raum und Zeit? „Das Malen des Wassers ist ein Prozess, in dem das Fließen spürbar wird“, so Jens-Peter Tschuschke. Wir finden, das trifft nicht nur auf das Malen, sondern auch auf das Betrachten zu. Eben weil wir wissen, dass der Moment weiterfloss während des Malens.

Wir kommen hier jetzt nicht zu einer schlussendlichen Erklärung dieses Phänomens. Selbst wenn wir das könnten (was wir nicht tun) - wir wollen Sie ja neugierig machen und nicht im Teaser die ganze Geschichte erzählen. Die erschließt sich nämlich nur über das Sehen. Das mit eigenen Augen. Am Original - dem fließenden draußen und drinnen. Und wenn Sie dann Fragen haben, ist das perfekt, denn der Künstler ist vom 6. bis 10. Juni und am 21. Juli persönlich anwesend und freut sich auf Gespräche, Sichtweisen, Eindrücke.

Weiter Infos zu Maler und Werk finden Sie hier.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung in der Westerländer Maybachstraße 2 sind folgende:

Mo: 08:30-12:30 Uhr, 14:00-16:30 Uhr

Di: 08:30-12:30 Uhr, 14:00-16:30 Uhr

Mi: 08:30-12:30 Uhr

Do: 08:30-12:30 Uhr, 14:00-18:00 Uhr

Fr: 08:30-12:30 Uhr, 14:00-16:30 Uhr

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