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Meer Leben - Therapeutisches Wellenreiten

In Watte gepackt? Lieber in Wellen geborgen: Glücksgefühle fließen im Wasser am besten.

Flow – das hört sich doch schon nach Wasser an. Dabei hat die vom Psychologen Mihály Csíkszentmihályi begründete Flow-Theorie erstmal gar nichts mit einem speziellen Element zu tun, sondern beschreibt einen Zustand des Glücks, des restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit durch volle Konzentration auf das Tun, Körper und Geist eine harmonische Einheit. Reiten auf einer Welle des Glücks. Wäre ja fast komisch, wenn man da mit Blick auf die Nordsee rings herum nicht ganz schnell ans Surfen denkt.

Aber vom Denken allein kommt ja kein Fuß aufs Wasser, und so haben der Sporttherapeut und Erzieher Florian Gränert und der Surf- und Yogalehrer Angelo Schmitt gemeinsam etwas getan: Sie haben die Initiative Meer leben gegründet und bieten erstmalig in diesem September ein Surf Camp für onkologisch erkrankte Kinder und Jugendliche und deren Geschwister an.

Das alles machen sie natürlich nicht ohne fundierte Erfahrung:  Angelo Schmitt und Florian Gränert können auf über acht Jahre Erfahrung im Therapeutischen Wellenreiten zurückgreifen, ein bislang einmaliges Projekt in der SyltKlinik, dessen Initiatoren und Teammitglieder sie sind. Sie erlebten hundertfach, wie selbst therapiemüde kleine Patienten dem hohen Aufforderungscharakter des Meeres folgten und Kraft und Kondition, Gleichgewicht und Wahrnehmung merklich verbesserten.

Ein Gedanke wurde immer drängender: Wenn man das doch allen ermöglichen könnte, außerhalb eines Klinikalltags. Als Feriencamp. Für diejenigen, die aufgrund ihrer körperlichen, psychischen oder sozialen Beeinträchtigungen kaum altersgerechte Angebote finden. Und so entstand das Projekt Meer leben, das mit den ersten drei Camps im September seine Premiere erlebt und das Angelo Schmitt und Florian Gränert dauerhaft auf Sylt etablieren wollen - für junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen, die sich mit körperlichen, psychischen oder sozialen Beeinträchtigungen auseinandersetzen müssen. Im Haus „Leuchtfeuer“ in Hörnum können die kleinen Gruppen mit bis zu 10 Teilnehmern in familiärer Atmosphäre und unmittelbarer Strandnähe gemütlich wohnen und haben’s zu keiner der zwei Inselseiten weit – die Wahl treffen sie dann täglich neu in fairer Abstimmung mit Wind und Wetterlage.

Herz des Camps sind die Therapieeinheiten im Wasser – das Gleiten auf einer Welle setzt überwältigende Glücksgefühle frei, denn es ist mit geduldiger und liebevoller Anleitung gar nicht schwierig, in den Flow zu kommen. Hier geht es dann logischerweise auch nicht um die beste Surfperformance - die pralle Dosis Selbstwertgefühl ist das Ziel der Unterrichtsstunden. Neoprenbewehrt geht’s auf die Surfbretter, mit und ohne Paddel, immer aufmerksam begleitet. Da muss niemand zum Artisten werden, aber bei der Konzentration auf Wind und Wellenbewegungen werden Kräfte wach, die sich Ihr Kind vielleicht gar nicht (mehr) zugetraut hätte. Und das Erlebnis, mit dem Meer eins zu sein, ist eine überwältigende Erfahrung, die so viel länger nachwirkt als Worte das je könnten.

Die beiden Surftherapeuten sind natürlich nicht allein unterwegs: Dr. med. Kathrin Klint und Dr. med. Uwe Steffens aus der SyltKlinik sorgen für die medizinische Versorgung der Teilnehmer, während Diplompsychologin Simone Marwede und die mit der Kombination aus systemischer Therapie und Physiotherapie arbeitende Dagmar Dahlke sich um die psychosoziale Hintergrundbetreuung kümmern.

Drei Termine werden in diesem September angeboten: 

 

Camp I findet vom 31.8. bis 7.9. für onkologisch erkrankte Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren statt, Camp II vom 14. bis 21.9. für onkologisch erkrankte junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren und Camp III vom 21. bis 28.9. für Geschwister im Alter von 14 bis 17 Jahren eines onkologisch erkrankten Kindes oder Jugendlichen. Eine  Woche Surf Camp kostet 1164 € und beinhaltet neben Unterkunft und Verpflegung die komplette sporttherapeutische, psychosoziale und pädagogische Betreuung. Neue Freunde zu finden und sich mit Gleichaltrigen in ganz ähnlichen Lebenssituationen auszutauschen – das gibt’s dann kostenfrei dazu. Und es ist garantiert nicht umsonst.

Weitere Informationen gibt es auf www.meerlebensurf.com.

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