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SYLT IN BEWEGUNG – VON DEN ERSTEN SCHRITTEN BIS ZUR BUNTEN TANZSHOW 

Hier steppt nicht der Bär, das KlickerKlacker kommt deutlich filigraner daher. Und wer glaubt, dass Indien und Lateinamerika nicht in einer Tagesreise zu erleben sind, der irrt. 

Tanzlehrerin aus Leidenschaft

„Und dann war das richtig harte Arbeit“ – wenn Sandra Andresen sich an Ihre Tanzausbildung an der Lola Rogge Schule in Hamburg erinnert, ist sie noch immer froh, sich durchgebissen- oder besser durchgetanzt- zu haben, denn „ich wüsste nichts anderes, das ich lieber machen würde“. Damit meint sie nicht nur das Tanzen, damit meint sie das, wozu sie staatlich anerkannt ausgebildet wurde: Menschen das Tanzen zu lehren. Die Freude am Einklang von Musik und Bewegung. Dabei muss sie ihre Liebe auf mehrere „Babys“ verteilen, denn Steppen, Ballett, Jazzdance und HipHop sind ihr gleichermaßen Herzensangelegenheiten. Und so unterrichtet sie all diese Formen in ihrer Tanzschule. Ihre Eleven sind 4 bis 69 Jahre alt und mit so viel Schwung dabei, dass er bis auf die Bühne fegt: Alle zwei Jahre füllt die Bunte Tanzshow der Tanzschule Sandra Andresen sämtliche verfügbaren Plätze des Alten Kursaals in Westerland in rasantem Vorverkaufstempo. Und da die nächste Show am 13. Februar über die Bühne geht (beziehungsweise dreht und steppt und schwebt) weisen wir Sie mal zeitig genug darauf hin. Die Karten gehen nämlich zu grob geschätzten 95 Prozent an Sylter – Sie finden sich also gewissermaßen in einer Lokalrunde wieder, die ein so typisches Stück Sylt ist.

Eine Sylterin mit vielen Talenten

Das war mit dem zeitgenössischen Tanzen aber nicht immer so: Wie hat die gebürtige Sylterin Sandra Andresen vor dem Fernseher gesessen und vor Enttäuschung Tränen vergossen, weil das, was Fred Astaire und Ginger Rogers da über den Bildschirm steppten, auf der Insel nirgends zu lernen war. In Reiten, Turnen, Gesang, Klavier, Leichtathletik und sogar Saxofon und Klarinette nahm sie Unterricht, aber die „Klicker-Klacker-Schuhe“ gingen ihr nicht aus dem Kopf  – in dem sie als Alternative auch eine Opernkarriere formte, denn das Talent war da. Aber Sandra Andresen wollte nicht dauerhaft ohne ihre Insel leben, und da Sylt wenig Opernhäuser hat, war das schnell vom Tisch.

Als sie dann 1987 mit der Höfischen Tanzgruppe (ja, Royal können nicht nur die Austern) im Alten Kursaal auftrat, begegnete ihr erstmals Jazzdance. Liebe auf den ersten Blick. Ganz schnell wurde aus der Schülerin eine Lehrerin: Nach grade einem Jahr gab sie weiter, was sie gelernt hatte – und die Kinderjazztanzgruppe in Morsum war geboren. Die hat sie, da konnte sie aus eigener KindheitsTanzVerzichtsErrfahrung nicht anders, auch noch während ihrer ersten Hamburger Ausbildungsjahre unterrichtet.

Bei ihrer Heimkehr nach Sylt 1998 eröffnete sie ihre Tanzschule, die sie seitdem mit einer Mischung aus Herzblut und Leichtigkeit leitet - was ihre Schülerinnen (zu ihrem Leidwesen finden wenig männliche Bewegungsfreunde den Weg zum Tanz) motiviert. Hier ist dann auch nicht harte Disziplin sondern echte Freude das Ziel jeder Tanzstunde. Und weil Schüler das, was sie besonders gern machen, meist auch besonders gut machen, war zum 10jährigen Tanzschul-Jubiläum dann eine Bühnenshow reif fürs große Publikum. Ruckzuck ausverkauft, zweite Aufführung nötig. Und so geht’s seit 2008 alle zwei Jahre. Die Choreographien für die Show werden monatelang entwickelt und einstudiert, ein Reigen aus Ballett, Latin und Funky Jazz, Stepptanz und HipHop. In diesem Jahr eröffnen die kleinsten Tänzerinnen mit einem Schwanensee-Medley, 35 Ballerinas zwischen 4 und 12 Jahren, denen die erwachsenen und fast erwachsenen Gruppen folgen und lässig auch Kulturgrenzen niedertanzen – Bollywood goes Sylt, Uptown Funk in Downtown Westerland. Und da auf Sylt oft viele Fäden ein besseres Knäuel ergeben, ist auch Tanzlehrerin Jeanne Dreessen mit einigen ihrer Schüler in der Show präsent. 

Sandra Andresen wirbelt die meiste Zeit hinter der Bühne umher, hilft bei Kostümen, MakeUp und Lampenfieber. Und steppt bei einigen Stücken auch mal mit. Das Moderationsmikrofon gibt sie in die Hand von Inselspieler Hans Freese, der damit ab 19 Uhr schwungvoll durch den Abend führt. Und auch wenn die Sylter Choreographin (denn das ist ein großer Teil des Tanzenlehrens) es nicht an die große Glocke hängt, verraten wir mal, dass ihre Gruppen auch schon mit Pokalen heimgekommen sind.

Wenn Sie nun neugierig geworden sind, raten wir mal zu Kartenkauf: Die Ticketpreise für die Erwachsenen liegen je nach Platzkategorie bei 10 bis 12 Euro, für Kinder bei 6 bis 8 Euro. Wo? Ab dem 18.01. an den insularen Touristinfostellen, den Kurverwaltungen, HB Jensen, Naturgewalten in List.

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