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Im Winterurlaub richtig einheizen: Auf Sylt findet alljährlich das Biikebrennen statt. Mit einem Feuer soll die kalte Jahreszeit ausgetrieben werden.

Erleben Sie das Biikebrennen auf Sylt am 21. Februar 2017

Am 21. Februar geht es heiß her auf Sylt, an diesem Tag feiern die Sylter das traditionelle Biikebrennen. Mit Pauken und Trompeten setzen sich die Fackelzüge zu den Biiken der Insel in Bewegung. Dort wartet man gespannt auf den Aufruf „Tjen di Biiki ön!“ Ein Tusch, dann fliegt die erste Fackel ins Geäst. Kurze Zeit später stürzt die Tonne, die inmitten der Biike auf einem Pfahl thront, in die Flammen: Jetzt ist der Winter vertrieben! Anschließend wird in den Restaurants der Insel das traditionelle Biike-Gericht aufgetischt: Grünkohl „mit alles“.

 

 

 

 

Videonachweis: Shutterstock.com, User: ownway

BIIKEBRENNEN AM 21. FEBRUAR – WINTERWUNDERLICHER FEUERZAUBER MIT LAAANGER GESCHICHTE

Wissen Sie, worum Sylter sich gar keinen Kopf machen müssen? Was sie nach Weihnachten mit dem Tannenbaum machen sollen. Der ist nämlich die Grundlage für die Holzhaufen, die wochenlang in den Inselgemeinden aufgetürmt werden. Aber warum machen die das? Zum Küstenschutz kann das doch nicht taugen?

Moin, Herr Frühling!

Nein nein, das Ganze soll dem Frühlingsanfang in die Puschen helfen und den Winter verabschieden. Ähm, im Februar? Das kann doch nicht ernsthaft klappen… das können die alten Friesen doch nicht wirklich als Ziel gehabt haben, als sie vor hunderten von Jahren dieses Ritual begingen, oder? Also falls sie es als Ziel hatten, so haben sie sicher flott gemerkt, dass der Winter trotzdem noch ein bisserl länger bleibt - aber für einen Abend, da war’s warm. Und wie! Und um die alten Walfänger Richtung offene See zu verabschieden ist es auf jeden Fall klug gewesen, dass die Feuer auf der Insel hoch und lange brannten.

Sylter Tradition

Diese Feuerzeichen, altfriesisch Biiken, sind noch immer - verzeihen Sie das Wortspiel - brandaktuell. Wir winken zwar keinen Walfängern mehr hinterher, aber wir hoffen stoisch, dass mit dem Verbrennen des Pidders, also der Strohpuppe, die wahlweise auch mal ein altes Fass sein kann, der Winter ausgetrieben wird. Und tatsächlich: Rund um Biike ist die Insel so lebendig und hell wie seit Wochen nicht mehr. Klappt also doch, diese Opfersache…

Gemeinsame Sache

Auf Sylt brennen auch in diesem Jahr wieder neun Biiken. Stilecht ist es natürlich, dort mit der Fackel anzukommen – müssen Sie nicht mitbringen, haben wir da: Auch viele Sylter holen sich an den Treffpunkten für die Fackelwanderungen ihr Feuerzeugs ab. In der Manteltasche oder (je nach Gruppengröße) im Rucksack wird heißer Kakao, Tee oder Glühwein zum Brandherd befördert, denn gelöscht wird schon - nur halt Durst statt Feuer.

Unsere Tagesempfehlung: Grünkohl!

Essen brauchen Sie aber nicht mitbringen: Kein gastronomisches Ziel auf der Insel hat an diesem Abend geschlossene Türen – und hinter denen ist es dann mal ganz einfach mit der Speisewahl: Grünkohl. Bratkartoffeln. Schweinebacke, Kassler, Kochwurst. In größerer Runde, romantisch zu zweit - Sie finden einen Weg, diesen Abend zu einem perfekten Winterverjagen zu machen. Auch wenn es danach vermutlich erstmal reichlich frostig weitergeht. Wettermäßig. Ansonsten wärmt dieser Tag noch lange nach - Biike ist nicht ohne Grund von der UNESCO zum Kulturerbe erklärt worden.

Auf der Karte sehen Sie, wo Sie sich am 21. Februar inselweit und hoch zur See warme Finger holen.

Klirrende Kälte, raue See

Wie man auf Sylt den Winter austreibt

Der Winter hat die Insel alljährlich fest im Griff. Die hohen Feuerflammen, die der Urlauber auf der Insel Sylt am 21. Februar 2016 in den Himmel emporsteigen sieht, gehören zu einer Tradition Nordfrieslands. Mit dem Biikebrennen auf Sylt wird jedes Jahr der Winter auf der Insel verabschiedet und der Frühling eingeläutet. Genießen Sie anschließend eine Portion Grünkohl „mit alles“ – das traditionelle Biike-Gericht.

Die Biike-Fackelumzüge

Sylter Biike Veranstaltungen

Am 21. Februar ist ganz Sylt auf den Beinen. Mehrere Veranstaltungen prägen das traditionelle Zeremoniell, und auf der ganzen Insel gibt es Treffpunkte, an denen man Fackeln für den Umzug abholen kann. Dann setzen sich Fackelzüge zum Strand in Bewegung. In Wenningstedt und Braderup sowie in Kampen wird das Biikefeuer um 19 Uhr angezündet. Der Umzug in Westerland beginnt um 18 Uhr und wird von einer Musikkapelle ans Meer hinunterbegleitet. Das Feuerspektakel ist gut vom Campingplatz im Süden des Ortes zu beobachten, wenn zwischen den Dünen die Fackeln emporlodern. Bilder vom Spektakel zur Biike überträgt eine Webcam.

Ursprung

Welchen Ursprung die Tradition hat

Das Biikebrennen auf der Insel Sylt hat eine lange Geschichte, die bis in das 17. und 18. Jahrhundert zurückreicht. Erzählungen zufolge zündeten einst die Familienangehörigen und Freunde der Seefahrer Leuchtbalken an den Stränden an, um von den Reisenden Abschied zu nehmen. Die hohen Flammen sollten den Walfängern, die bis November in See stachen, noch lange den Weg im dunklen Meer weisen. Eine andere Legende sagt, dass das Biikefeuer eine besondere Bedeutung für die Seefahrer hatte: Mit den „Leuchtzeichen“ signalisierten die Inselfrauen demnach, dass Sie Hilfe bei der Arbeit bräuchten, und riefen auf diese Weise ihre Männer zurück.

Hoch schiessen die Flammen bei diesem ereignisreichen Feuer, wenn die Tage in Nordfriesland langsam wieder länger und wärmer werden.

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