Riin und Senenskiin sind auf keiner Karte verzeichnet und gehören doch untrennbar zu Sylt wie die Gezeiten:
Sylter haben buchstäblich ihre eigene Sprache.
Riin und Senenskiin sind auf keiner Karte verzeichnet und gehören doch untrennbar zu Sylt wie die Gezeiten:
Sylter haben buchstäblich ihre eigene Sprache.
Das lernen schon die Sylter Schulkinder: Nicht Regen und Sonnenschein, sondern Riin und Senenskiin prägen das Gesicht der Insel. In Sylter Kindergärten und Schulen wird Söl’ring unterrichtet – kein Dialekt, sondern eine eigenständige Sprache, die sich im Laufe der Jahrhunderte aus friesischen, dänischen, englischen und holländischen Sprachelementen bildete. Kein Wunder, bei diesem regen Seefahrervolk.
Um dieses kleine Sprachjuwel zu erhalten, können auch Erwachsene in entspannter Runde die Schulbank drücken, um beim nächsten Heimatabend nicht nur Bahnhof, sondern tatsächlich Söl’ring zu verstehen. Falls Sie es mal versuchen wollen: Bei den Sylter Sprichworten sind ein paar Kostproben enthalten. Ach ja, noch was zum Sprachverständnis: Der friesische Wahlspruch und Leitspruch der Sölring Foriining „Rüm Hart, Klar Kimming“, den Sie inselweit auf den gelb-rot-blauen Flaggen lesen können, hat nichts mit hartem Rum und klarem Korn zu tun, sondern betont das weite Herz und den klaren Horizont. Nicht, dass da Missverständnisse aufkommen.