27.04.2012
Hier kann man Watt erleben - Familienurlaub auf Sylt
Raus aus dem Alltag, rein ins Familienleben – wo ginge das besser als im Urlaub auf Sylt.
Auf großer Fahrt
Kleine Piraten entern die „Gret Palucca“. Bis Oktober heißt es mehrmals wöchentlich im Lister Hafen „Auf zur Kaperfahrt!“ Stilecht eingekleidet, unerschrocken Piratenlieder singend und Säbel zückend werden andere Schiffe geentert und natürlich Schätze gesucht. Im Hauptberuf ist das Piratenschiff übrigens ein Krabbenkutter in Diensten der Adler-Schiffe. Deshalb: Wer nicht auf Augenklappe steht, kann die Piraten auch weglassen – zum Beispiel bei einem Törn zu den Seehunden und Kegelrobben inklusive Seetierfang. Da werden Schollen, Seesterne, Einsiedlerkrebse, Schnecken, Muscheln und Seeskorpione aus nächster Nähe bestaunt.
www.adler-schiffe.de
Auf in den Schlick
Das Schöne am Wattenmeer: Vieles kann man auch zu Fuß erreichen. Und ein Spaziergang zu Willi Wattwurm & Co ist immer ein Erlebnis. Die Füße tief im Schlick, die Schaufel stets im Anschlag und die Augen suchend nach unten gerichtet – hier kann man Watt erleben. Unzählige Muscheln, Schnecken, kleine Krebse oder die geheimnisvollen „Small Five“ verbergen sich in Sand und Schlick. Unter anderem führen junge Mitarbeiter des Naturzentrums Braderup in ihrem freiwilligen ökologischen Jahr mit jugendlichem Elan durch das Sylter Watt. Und die Schutzstation Wattenmeer bietet in Hörnum, Rantum und Keitum eineinhalb- bis dreistündige Führungen extra für Kids an.
Sollte es wider Erwarten regnen, ist die Schutzstation in Hörnum ebenfalls eine gute Adresse: Gegen eine kleine Spende kann man im Mini-Mitmachmuseum Krabben im Meerwasserbecken streicheln, Pappheringe mit der Magnetangel fischen oder bei der Fütterung der Aquarienbewohner zuschauen. Ein Blick in die Infoblätter offenbart zudem „Natur-Märchenstunden“ und „Strandpiratenerlebnisstunden“.
www.naturschutz-sylt.de; www.schutzstation-wattenmeer.de
Aufgepasst
Wer so viel erlebt, sollte Erwachsenen ruhig mal Löcher in den Bauch fragen. Das geht nicht nur während einer Wattwanderung, sondern auch auf der Kinder-Uni – von der Stiftung „kunst:raum sylt quelle“ gemeinsam mit dem Erlebniszentrum Naturgewalten List organisiert. Unter dem Thema „Unser blauer Planet“ werden im Juli und August Fragen beantwortet wie: Kann man Klima fühlen? Warum gibt es Fremdlinge im Meer? Und nicht ganz unwesentlich: Welche Leckereien bietet das Meer? Im Erlebniszentrum Naturgewalten gibt es darüber hinaus ein umfangreiches Kinder- und Jugendprogramm.
www.kunstraum-syltquelle.de; www.naturgewalten-sylt.de
Auf zwei Rädern
Sylt ist eine Fahrradinsel – gut ausgebaute Wege, fast immer abseits der Straßen; wenige Anstiege, abwechslungsreiche Landschaften. Solange man mit Rückenwind fährt, ist der Familienausflug per Rad perfekt. Und falls auf dem Rückweg der Wind von vorne kommt: Fahrräder werden auch von den Linienbussen der Insel transportiert.
Wer es ein bisschen zackiger mag, ist auch beim Mini-Cross gut aufgehoben, sprich: auf Motorrädern in Kindergröße. Auf der Bahn in Braderup sorgen Luftkissenleitplanken, Strohballen in XL und Motorradhelme in XS für die nötige Sicherheit. Für den Spaß sorgen Kinder ab 6 Jahren dann schon selbst.
www.mini-cross.de
Auf der Bühne
Weg vom Motorrad, zurück zum Piratenschiff: Zum zweiten Mal in Folge macht Pipi Langstrumpf auf ihrem Weg ins Taka-Tuka-Land Station auf Sylt. Das von Regisseur Stephan Hoffstadt exklusiv für Hörnum produzierte Stück startet am 25. Juni. Neben den Shows haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, nach einem fünftägigen Musical-Workshop mit den professionellen Schauspielern auf der Bühne zu stehen.
www.hoernum.de
Eine runde Sache ist auch der InselCircus vor den Toren Wenningstedts. Die Manege ist wieder so frei, ganze Familien in die Mitte zu laden. Schon Kinder ab drei Jahren können im „FlohCircus“ toben, tanzen und trainieren, die Kinder des „MitmachCircus“ (ab 6 Jahren) probieren unter liebevoller Anleitung 14 verschiedene Zirkusdisziplinen aus. Die „YoungStars“ (ab 11 Jahren) führen am Ende sogar eine eigene Varieté-Nummer auf. Und da Zirkus seit jeher eine Familienangelegenheit ist, studieren auch Senioren ab 60 Jahren eigene Nummern ein – eine reife Leistung.
www.circus-mignon.de
Auf eigenen Füßen
Wo wir gerade bei Pipi Langstrumpf waren: Eltern müssen ja nicht immer mit dabei sein. Spielen, toben, lachen kann man auch in der „Villa Kunterbunt“ an der Promenade von Westerland - inklusive Ausbildung zum Inseldetektiv. Wer acht bis 13 Jahre alt ist und nicht mehr länger warten möchte, um es den Großen nachzumachen, muss zudem unbedingt nach Kampen: Die Discos „Pony“ und „Club Rotes Kliff“ bieten einmal wöchentlich im Wechsel Tanz von 18 bis 20 Uhr. Eine elternfreie Zone gibt es zudem im „Kamp’ino Kinderclub“ im Kaamp-Hüs.
www.westerland.de; www.kampen.de
Jedes Jahr stellen die Sylter Kurverwaltungen und Tourismus-Services zudem ein Sommerferienprogramm für Kinder, Jugendliche und die ganze Familie zusammen. Weitere Informationen zu den Angeboten gibt es im Internet unter www.sylt.de sowie im Reiseportal www.sylt-reisen.de

