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Sylts legendäre Lokalitäten

wie früher die Nächte durchgetanzt wurden

Im Urlaub auf Sylt wird nicht nur im Strandkorb relaxed, sondern auch so manche Nacht durch getanzt. Aber das ist nichts Neues, denn schon früher ließen die Sommerfrischler die Puppen tanzen. Längst verschwunden, haben die Namen von Sylts legendären Lokalitäten noch heute einen Klang. Was etwa für Paris das legendäre „Lido“, war für Sylt einst das „Trocadero“. In dem Tanzlokal in der Westerländer Strandstraße gaben sich die gehobene Gesellschaft und Prominente wie Marlene Dietrich, Hans Albers und Max Schmeling ein Stelldichein.

Hier herrschte strikte Etikette – und für die Herren an drei Abenden der Woche Smokingzwang. Das 1920 eröffnete „Trocadero“ bestand aus zwei großen Räumen, im Durchgang spielte eine Kapelle zum Tanz auf. 1958 schloss das Kultlokal seine Pforten und wurde ein profanes Kino. Auch in der nahen Paulstraße war seinerzeit häufig Prominenz anzutreffen: In der „Baumannshöhle“ – heute finden sich an deren Stelle ebenfalls ein Szenelokal – traf sich etwa der „Club der Matratzenschoner“. Seine renommierten Mitglieder hatten sich auf die Fahne geschrieben, die (Urlaubs-)Nächte zum Tag zu machen.

Auch in Kampen gab es ein Etablissement, das Kultstatus genoss: Der „Ziegenstall“. Geführt wurde er von Valeska Gert, die sich als exzentrische Tänzerin und Schauspielerin einen Namen gemacht hatte. Ebenso unkonventionell wie die Besitzerin war ihr 1950 eröffnetes Lokal. Dessen Name war Programm: Holzbänke, Melkschemel und Kartoffelsäcke prägten das gewöhnungsbedürftige Ambiente, an den Wänden hingen mit Heu gefüllte Futterkrippen. Die Wände waren mit Sprüchen übersät, und mittendrin prangte der Satz: „Die Gäste sind wie Ziegen – sie werden gemolken und meckern.“

Die geistreichen Bedienungen, freischaffende Künstler allesamt, trällerten noch schnell einen Chanson oder rezitierten ein Gedicht, wenn sie die Getränke servierten. Das erwirtschaftete Trinkgeld war ihre Gage. „Viele Gäste empfinden es hier als unordentlich. Dabei wissen sie gar nicht, wie viel Mühe es uns jeden Tag macht, diese Unordnung herzustellen“, offenbarte Valeska Gert einmal. Nach ihrem Tod erbte der bekannte Fernsehjournalist Werner Höfer den „Ziegenstall“. Er ließ ihn abreißen und an seiner Stelle ein modernes Wohnhaus errichten.

Tags:
  • Kultur
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  • Typisch Sylt
  • Frank Deppe

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Frank Deppe

Hallo – mein Name ist Frank Deppe und in meinen Beiträgen möchte ich dir Sylt in ganz unterschiedlichen Thematiken näher bringen.
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Alle diese Menschen und Events haben Sylt zu dem gemacht was es heute ist. Unsere Insel ist so schön und doch greifen diese Dinge da Interesse. Heute vermisse ich die Gastfreundlichkeit unserer Insel gegenüber unseren Gästen der neuen Generation Gast. Sylt lebt von den Gösten aber nett zu den Gästen ist anders!!
Hella Roßberg-Gerdsen
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