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Inselliebe

Sylt-Magie Teil 3

Eigentlich kann es ja nach einem „Bergfest“ nur noch bergab geben, oder? Nach der ersten Hälfte meines Profiurlaubs war davon allerdings nichts zu merken. Ich hatte eher den Eindruck, dass es jetzt erst so richtig los ging. Möglicherweise lag das auch daran, dass ich mich erst jetzt so wirklich angekommen fühlte. Irgendwie hatte ich zu diesem Zeitpunkt den Eindruck, dass mich die Insel „verschluckt“ hat. Da war so ein Rhythmus – so ein vertrautes Einvernehmen. Ich kann es nur schwer beschreiben.

Trotz alledem fing die zweite Hälfte erstmal mit einem kleinen Dämpfer an: nämlich mit ‘nem Anflug einer Erkältung. Nachmittags gab’s noch Kaffee und einen extremst leckeren Kuchen im „Klein’em Kuhstall“ in Tinnum, anschließend einen Besuch im nördlichsten Weinberg Deutschlands inkl. kleiner Kostprobe und kurzer Treckerfahrt … Abends dann allerdings warf es mich um. Den ganzen folgenden Tag lag ich im Bett und kurierte mich aus. Gott sei Dank war zu dem Zeitpunkt kein Campingplatzaufenthalt geplant sondern einer bei Sylt Homes in Westerland – in einem sehr stylisch und komfortabel ausgestatteten Apartment. Besonders ärgerlich allerdings: es war der heißeste Tag dieses Sommers – über 35 Grad! Am Morgen darauf war wieder alles gut. Den Tag im Bett hat sich mein Körper einfach mal selbst verschrieben.

Bleiben wir beim Thema Bett: wer meint, so ein Profiurlaub wäre Zuckerschlecken – da wäre zum Beispiel jeden Tag ausschlafen angesagt – der irrt sich gewaltig. Früh aufstehen war quasi an der Tagesordnung. Ein Besuch beim Bäcker Abeling früh morgens etwa: check! – Friesenwall bauen in Munkmarsch bei Sonnenaufgang: check! Eier zählen auf dem Hof von Andreas in Morsum zu nachtschlafender Zeit: check! Und von wegen auf der faulen Haut liegen: sportlich ging’s auch zu. Joggen um’s Rantum Becken … und dann gab es ja noch dieses kleine Tennisturnier in Tinnum. Profiurlauber Tom – untrainiert, kaum Kondition und das letzte Mal vor ca. 20 Jahren einen Tennisschläger in der Hand gehabt – gegen Kai – ehemaliger Bezirksmeister aus Köln. Na, Bombe! Jeden Tag Fisch, Crêpes mit weißem Mehl und spätes fettiges Essen … nee, nee … das musste abtrainiert werden. Und ernährungstechnisch musste ich wirklich dolle drauf achten, dass ich den vielen kulinarischen Versuchungen die Sylt zu bieten hat nicht erliege.

Ohne gute Ernährung wäre dieser Blog sicherlich nicht möglich gewesen. Nicht nur, dass ich in den Genuss von Sternegastronomie kommen durfte, wie etwa bei Johannes King, nein, das fing auch schon die bei den kleinen alltäglichen Dingen an (so neben dem täglichen Guten-Cappuccino to go von der Bäckerei Raffelhüschen). Besonders in Erinnerung geblieben ist mir dabei der kleine „Naturkosteinzelhandelsladen“ im Buchholz-Stich 8 in Braderup: der Körnerladen von Daphne und Sam … bis oben hin prall gefüllt mit Demeter- und Biolandprodukten und einem kleinen Café. Tipp: im Urlaub einfach mal den „Querbeetkorb“ mitnehmen. Ideal für Selbstversorger in einer Ferienwohnung mit kleiner Küchenzeile.

„Tom, gab es eigentlich Highlights für dich in diesem Sommer?“ Das wurde ich oft gefragt. Natürlich waren es alles tolle Erlebnisse und keines davon möchte ich missen. Aber an zwei erinnere ich mich auch heute noch besonders gerne: Einmal an meinen Besuch im Klappholttal (siehe letzter Blogeintrag) und in der zweiten Hälfte dann an meine Übernachtung in einem Bauwagen in Keitum. Eigentlich war’s ja eine Katastrophe: geplant war, dass ich im Hotel Budersand in Hörnum übernachten sollte. Aus lauter Leichtsinn verlor ich aber bei einer Wette mit Vogelwärtin und Wattführerin Danica genau diesen genialen Aufenthalt im Tausch gegen einen in ihrem Bauwagen hinterm Deich im Sylter Osten. Tolle Wurst! Oben drauf bekam ich noch ihren Hund Ceddy an die Backe. Bauwagen: das heißt knapp 5 Quadratmeter, kein Strom, keine Dusche, Mücken, Spinnen, ein quietschendes Bett und und und … wie gesagt Katastrophe! ABER: ohne Witz, diese Nacht wurde zur wunderbarsten des ganzen Julis. So direkt hinterm Deich, fernab des Trubels, der Stadtgeräusche, der Lichter und Gerüche bei sternenklarer Nacht … einfach umwerfend. Ich glaube ich lag fast zwei Stunden im Strandkorb vor dem Bauwagen und hab in die Sterne geschaut. Und das Zusammensein mit Hundefreund Ceddy hatte Folgen: heute liegt, während ich das hier schreibe, neben mir mein eigener Hund. Dieser Nachmittag in Einsamkeit am Deich und diese wundervolle Nacht unterm Sternenhimmel mit geöffneter Tür und den Geräuschen aus den Wiesen und vom Watt … ein wirklich besonderes Erlebnis für das ich sehr dankbar bin.

Ich glaube, noch nie ist es mir schwerer gefallen, den Blog zu beenden als in diesem Jahr. Ich möchte fast sagen, es brach mir fast das Herz. Ich werde all die schönen Momente, Gespräche, Augenblicke und Erinnerungen ganz fest halten, nie mehr loslassen und euch allen danken.

Euch Fans, die ihr lest und liked, kommentiert, folgt und teilt: wir teilen eine Sehnsucht und es ist nur die eure die all das hier ermöglicht hat … die letzten drei Jahre. In meinen kühnsten Träumen hätte ich eine solche überwältigende Resonanz und Sympathie nie gewagt zu hoffen. Ihr haut mich um – mindestens genauso wie es mich unsere gemeinsame Liebe aus aus Sand und Gestkern tut.

Es hat U-N-F-A-S-S-B-A-R Spaß gemacht.

Euer Tom.

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Tom Tautz

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