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Ein windiges Thema

Windparks vor der Küste Sylts

Dieser Tage war ich Gast auf einer Podiumsdiskussion vom Erlebniszentrum Naturgewalten Sylt in List. Es ging um das Für und Wider von Offshore-Windparks. Es gab dabei eine gute Nachricht: Die Rammarbeiten auf der Windkraft-Baustelle Butendiek 32 km westlich von Kampen werden Ende Juli abgeschlossen sein!

Dies teilte Berge Olsen, Geschäftsführer des Butendiek-Konsortioms WPD mit, der ebenfalls auf dem Podium saß. In den vergangenen Monaten wurden 80 Monopiles (Windanlagenfundamente) vom stärksten Schwimmkran der Welt bei rund 20 Meter Wassertiefe in den Meeresboden gerammt. Ab Ende der Woche haben Schweinswale und Kampener Strandurlauber wieder mehr Ruhe, denn man konnte in den vergangenen Wochen die Rammstösse tatsächlich als schwaches Wummern bis zur Insel hören. Laut Olsen, sei dabei der vorgeschriebene Grenzwert für die Rammlautstärke von 160 Dezibel ab 750 Meter zur Baustelle weitgehend eingehalten worden (Ab 164 Dezibel wird das Gehör der Kleinwale geschädigt).

Sylter Naturschutzverbände und der NABU (Naturschutzbund Deutschland) hatten vorige Woche beklagt, dass durch die Bauarbeiten das Europäische Meeresschutzgebiet „Sylter Außenriff“, jenseits der 12 Seemeilenzone vor Sylt, erheblich entwertet würde. Bis vor wenigen Tagen unter Verschluss gehaltene Flugzählungen des Bundesamtes für Naturschutz deuten nach Ansicht der Naturschutzverbände darauf hin, dass im Juni 2014 im EU-Schutzgebiet deutlich weniger Schweinswale und Mutter/Kalbgruppen registriert wurden, als in den Vorjahren. Ich habe daher gefordert, für die Zukunft einen Rammstopp bei Offshore-Plattformen während der Kalbungs-und Paarungszeit der streng geschützten Kleinwale einzuhalten. Dr. Kim Detloff, Meeresexperte des NABU, unterstrich erneut die Notwendigkeit der zurzeit laufenden Verbandsklage gegen die Genehmigungsbehörde BSH und das verantwortliche Bundesnaturschutzamt: Das Verfahren Butendiek wurde naturschutzrechtlich unsauber abgearbeitet. Industrieanlagen in Meeresschutzgebieten müssen in Zukunft zum NO-GO werden. Es gibt genug alternative Standorte, um die Energiewende trotzdem nicht zu gefährden. Nun hofft der NABU, dass seine Klage wenigstens noch der wichtigen Population von dort lebenden und ebenfalls streng geschützten Stern- und Prachttaucher zu Gute kommt, und dass zukünftige Genehmigungen geltendes Naturschutzrecht einhalten.

Ich bin froh, dass wir unser Walschutzgebiet im Weltnaturerbe Wattenmeer seit 1999 haben. Das garantiert Sylt auch weiterhin einen besonders geschützten Bereich innerhalb der Deutschen Bucht.

Tags:
  • Natur
  • Meer
  • Lothar Koch

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Lothar Koch

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