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Ei, Ei, Ei - was brütet da?

im Einsatz für unsere gefiederten Gäste

Osterzeit ist Eierzeit- auch für Sylter Naturschützer. Denen geht es jedoch weniger um Ostereier, die ja bekanntlich vom Osterhasen gebracht werden, sondern um den vorsorglichen Schutz der insularen Vogel-Brut- und Rastgebiete.

Nur ein geringer Teil der zahlreichen gefiederten Gäste wird jedoch bei uns am Wattenmeer brüten. Alpenstrandläufer, Knutts, Pfuhlschnepfen und andere Watvogelarten nutzen die nahrungsreichen Schlickflächen lediglich als “Tankstelle“ auf dem Langstreckenflug. Die größeren, dunkelbäuchigen Ringelgänse kehren von der französischen Atlantikküste und aus Südengland zurück. Für sie wird die Zeit in diesem Jahr schon knapp: Gut acht Wochen bräuchten sie ungestörte Rastplätze, um sich für die Weiterreise in die sibirischen Brutgebiete ausreichend „Treibstoff“ im Watt und auf den Salzwiesen anzufuttern. Nur mit genug Fett auf den Rippen ist die rund 5000 km Etappe bis zur sibirischen Taimyrhalbinsel und das anschließende Brutgeschäft in der Tundra zu schaffen.

Die bei uns brütenden Extrem-Langstreckenflieger, wie zum Beispiel verschiedene Seeschwalbenarten werden ab Mitte April am Weststrand erwartet. Die zierlichen Vögel haben den Winter an den warmen Küsten Südafrikas verbracht und legen über 10.000 km Strecke zurück, um dann hier in gut geschützten Revieren ihre Jungvögel großzuziehen. Dies gelingt leider nur, wenn die wenigen geeigneten Brutplätze ausreichend vor Störungen abgeschirmt werden. Für die Mitarbeiter der Schutzstationen bedeutet das jetzt “Knochenarbeit” im Gelände. Alle Seevögel sind Bodenbrüter und ohne den Schutz durch Brutzäune und Hinweisschilder leicht Opfer der ab Ostern einsetzenden Urlauberwelle.

Das Erneuern fehlender Pfähle und Schilder ist harte Arbeit. Stundenlang sind die MitarbeiterInnen der Naturschutzverbände mit Handwagen, Spaten und Vorschlaghammer draußen unterwegs. Hier setzen sie nach Absprache mit Behörden und Gemeinden an notwendigen Punkten “Besucherlenkungsmaßnahmen” in Form von Pfählen, Draht und Informationsschildern, z.B. mit der Aufschrift “Achtung- Brut- und Rastgebiet”.

Besonders wichtig: Nehmt eure Hunde nun wieder an die Leine! Wir Sylter freuen uns über euer Verständnis für diese Vorsorgemaßnahmen und sagen vielen Dank!

Tags:
  • Natur
  • Frühling
  • Lothar Koch

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Lothar Koch

Liebe Sylt Fans, mir geht es darum, Einheimische und Urlauber gleichermaßen für die Schönheit, Bedeutung, Gefährdung und den Schutz der Inselnatur und die umgebenden Nordseegewässer zu sensibilisieren.
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