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Der sonnige Inselsüden

Es gibt Tage, an denen sollte man es sich einfach gut gehen lassen, die Insel erkunden und vollkommen abschalten. Bei Julz war die Zeit mal wieder besonders reif, also hat sie sich ihre Mutter geschnappt und ist mit ihr Richtung Inselsüden gedüst.

Ich liebe die Strecke gen Rantum und Hörnum sehr, denn die Dünenlandschaft ringsherum ist einfach unfassbar schön. Vorbei an der Strandoase und Dikjen Deel, immer weiter. Die Sonne lacht, das Herz tanzt. „Danke“ denke ich mir innerlich und realisiere wieder einmal, wo ich denn eigentlich lebe, wie glücklich ich mich schätzen darf. Vorbei an der Sansibar und K4 geht es weiter zum Hörnumer Hafen. Vorläufige Endstation, die Karre wird geparkt und wir schnappen uns unsere sieben Sachen. Nichts wie raus aus den Socken und Schuhen, wir sind viel zu dick eingepackt. Ein paar Blicke nach links und rechts zeigen, dass wir nicht die einzigen sind, die scheinbar den Sommerbeginn nicht ganz auf dem Schirm hatten. Und so werden munter Jacken und Pulli lässig über die Schulter geworfen oder im Rucksack verstaut. Macht man doch gerne, gar kein Problem. 

Meine Mutter überredet mich kurzerhand um die Odde zu laufen. Klar, bei dem Wetter versteht es sich praktisch von selbst. Barfuß geht es sich ohnehin am besten. Wir marschieren los, hier und da hocken ein paar Leutchen im Sand und genießen die wärmenden Strahlen. Allerhöchste Zeit, dass der Vitamin D Speicher aufgefüllt und wieder in Balance gebracht wird. Das Wasser ist unwahrscheinlich klar, es wirkt fast schon karibisch. Kleine Minibarrells brechen parallel zum Strand. Wenn sie doch nur ein paar Meter größer wären, denkt sich mein Surfer-Herz.

Trotz ausgiebiger Sitzpause bei den teilweise tief im Sand versunkenen Tetrapoden ist der Spaziergang um die Odde leider schnell vorbei, denn Frau Nordsee war in den vergangenen Monaten wieder sehr gefräßig. Wenn ich mich an Märsche um die Südspitze in meiner Kindheit zurückerinnere, dann kommt es mir so vor, als wären wir damals Ewigkeiten unterwegs gewesen. Wo soll das bloß hinführen? 

Es geht zurück zum Hafen, vorbei am Hörnumer Leuchtturm, Café Lund und den vielen scheinbar willkürlich bunt zusammengewürfelten Häusern. Es ist nicht viel los in Hörnum, die Stimmung ist unglaublich entspannt. Wir gönnen uns Prosecco und frisch gekochte Sylter Miesmuscheln und hocken uns in dem kleinen windgeschützten Carré in die Sonne. Obwohl ich die Sylter Muscheln schon unzählige Male kosten durfte, sind es diesmal wahrscheinlich die besten, die ich je hatte. Es scheint mir, als würde die Qualität von Jahr zu Jahr besser werden. Wenn das denn überhaupt noch geht. Ein paar Meter entfernt von uns sammelt sich eine Menschentraube direkt am Hafenbecken, alle in gebückter Haltung, praktisch kurz vorm Hineinfallen. Gefühlt jede zweite Person hält einen Fisch bereit, die große Willi-Fütterung steht an. Ob sie irgendwann wohl platzt? Hoffentlich nicht. 

Langsam aber sicher machen wir uns wieder auf gen Inselherz, legen aber noch einen weiteren Stopp für Gang zwei und das Dessert im Samoa Seepferdchen ein. Man gönnt sich ja sonst nix. Wir haben Glück, denn der beste Außentisch ganz links, direkt am Haus mit Blick aufs Meer ist noch frei. Langsam versinkt die Sonne,... leider nicht in der Nordsee, sondern hinter einer Wolkenwand. Macht aber nichts, im Gegenteil. Auch das gehört zum Leben und zur Insel Sylt dazu. 
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Julz von Sylt

Ich nenne viele Plätze dieser Welt mein Zuhause, doch wenn ich mit meinem Surfbrett auf der Nordsee sitze und dem schier unendlich wirkenden Horizont entgegenschaue, wird mir jedes Mal bewusst: Hier gehöre ich hin.
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