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Inselliebe

4 elektrisierende Wochen

mit dem e-Golf über die Insel

Knapp 40 Kilometer misst Sylt von Kopf bis Fuß. Nicht besonders viel, möchte man meinen. Doch, bedenkt man, wie oft man innerhalb eines Urlaubs die verschiedensten Winkel dieser Insel erkundet – und das möglicherweise nicht nur einmal – wird einem klar, dass man die 40 Kilometer pro Urlaub ganz locker toppt. In meinem besonderen Fall kommen noch zwei Faktoren erschwerend hinzu: 1.) war ich frecherweise ganze vier Wochen am Stück auf Sylt und hatte somit vergleichsweise viel Zeit für Ziele und Wegstrecken … und 2.) bin ich ein Profiurlauber! Meine Aufgabe (und zugleich Privileg) war es, den ganzen Juli über einen Reisebericht zu schreiben. Viel zu erleben stand auf dem Programm! Und das habe ich! Was das alles so war, konntet ihr in meinem Blog auf Facebook live verfolgen – was das aber logistisch so bedeutete … davon möchte ich hier kurz berichten.

Ohne einen treuen Wegbegleiter ist so ein Reiseblog natürlich nur ganz schwer umzusetzen. Ich meine damit einen Gefährten, der mich von A über B nach C bringt, spontan mit mir noch einen Zwischenstopp bei N einlegt und mich anschließend über T nach Z begleitet. Die letzten Sommer hatte ich das große Glück, ganz tolle Fahrzeuge nutzen zu dürfen. Dabei war es mir immer wichtig, möglichst umweltschonend unterwegs zu sein und damit mit gutem Beispiel voranzugehen. Ist doch eigentlich total irrsinnig, dass man gerne nach Sylt kommt, um die Natur zu genießen, ihr gleichzeitig aber keinen Gefallen damit tut, wenn man dort die Luft verpestet. Dementsprechend war ich 2012 mit dem mit Elektroantrieb versehenen „Twizzy“ unterwegs, 2013 mit dem knuffigen Erdgas-Hybrid „eco up“ von Volkswagen und dieses Jahr mit dem „e-Golf“ ebenfalls von VW.

Was soll ich sagen? Allein den Komfort betrachtet, war das eine Steigerung um 300% zu den Vorjahren. Irgendwie stellt man sich ja „alternativ“ angetriebene Fahrzeuge ziemlich windig und spartanisch ausgestattet vor … ich wurde eines Besseren belehrt:

Als ich meinen e-Golf in Niebüll beim Autohaus „Kornkoog“ entgegen nahm, stellte ich zu meiner größten Entzückung fest, dass bei der Konfiguration des Autos scheinbar überall ein „Häkchen“ gesetzt wurde. Sportliche Sitze, Klimaanlage, hammer Sound, Navi, Sitzheizung, Automatik-Getriebe und diverse Assistenz-Systeme. Dazu kam, dass auf den ersten Blick eigentlich gar kein Unterschied zu einem „normalen“ Golf auszumachen war. Platz für fünf Insassen und jede Menge Kofferraum. Ich kann auch nicht verhehlen, dass ich dann am Lenkrad sitzend, auf dem Weg zum Sylt-Shuttle, das Gaspedal zur Begrüßung einen ganz beherzten Tritt versetzte und ich darauf etwas lächeln musste. Ich meine, 115 PS hören sich erstmal nicht besonders viel an … die 270 Newtonmeter allerdings sorgen für einen richtig coolen Kick beim Beschleunigen. Der Fußballer Stefan Schnorr beispielsweise, den ich für den Doppelpass-Talk vom Bahnhof zur Kurmuschel shutteln durfte, krallte sich direkt in seinen Sitz, als ich das Fahrzeug unverhofft ‚mal  sachte beschleunigte. In 4,2 Sekunden von 0 auf 60 km/h … nice!

Stichwort „Reichweite“: Jap, beim Thema „Elektromobiliät“ echt wichtig. Oft wurde ich gefragt, wie es damit aussähe und wie ich damit so zurecht käme. Ist ja auch logisch, Möbilität bedeutet unabhängig zu sein – eigentlich möchte man sich ja keine Gedanken darüber machen, wie weit man mit einer „Tankfüllung“ kommt.

Bis zu 190 Kilometer Reichweite besitzt der e-Golf. Das klingt erstmal nicht sonderlich viel … im Vergleich zu einem Diesel zum Beispiel. Aber ich finde, dass man zwei Dinge nicht vergessen darf: Erstens steht die Elektromobilität noch am Anfang und zweitens sollte man ‚mal überprüfen, für was, bzw. welche Wege, man denn sein Auto so nutzt. Klar, bei Städtereisen oder ähnlichem wird’s echt knapp. Aber innerstädtisch sind 200 Kilometer Reichweite richtig viel!

Angenommen, ich fahre morgens zur Arbeit und bringe auf dem Weg dorthin meine Kinder in die Schule. Nach der Arbeit fahre ich Einkaufen, kurz Heim, bringe dann die Kleinen zum Musikunterricht, dann wieder nach Hause und anschließend geht’s für mich zum Sport: passt locker! Volkswagen selbst spricht beim e-Golf von einem „Stadtauto“ … das kann ich unterstreichen.

Anders gesagt: der e-Golf schafft es theoretisch Sylt fünf Mal zu umrunden, bevor er wieder „ans Netz“ muss. In der Praxis hat sich das als sehr entspannt herausgestellt. Etwas skeptisch war ich aber schon. Wo kann ich aufladen? Wie time ich das mit meinen „Dates“ und den damit verbundenen Strecken? Aber nach einer Woche hatte ich mich dran gewöhnt und mein „e-Golf-Batterie-Management“ lief quasi wie von selbst. Laden konnte ich ihn über normale Haushaltssteckdosen oder über Schnell-Ladestationen von denen es mehrere auf der Insel verteilt gibt. Dort konnte ich dann in 30 Minuten etwa 80% der Kapazität wieder „auftanken“.

Strom kommt ja bekanntlich aus der Steckdose – das ist ein ganz anderes Thema. Unter’m Strich aber lässt sich sagen, dass sich das Fahren mit dem e-Golf verdammt gut angefühlt hat. Mal ganz abgesehen von dem ganzen heißen Schnickschnack, wie der „automatischen Abstandsregelung“, dem „Spurwechsel-Assistenten“ oder dem Bordcomputer, der einem direkt vor Augen führt, wie sparsam man gerade unterwegs ist und wie viel Energie man der Batterie bei Bremsvorgängen wieder zurückführt. Der Wagen ist einfach eine „saubere Sache“. Auf 100 Kilometer verbraucht er nur 12,7 Kilowattstunden und ist damit das sparsamste Fahrzeug seiner Klasse. Wenn diese Energie dann noch aus regenerativen Quellen stammt, find ich das richtig cool.

Meinen Inseltest hat der e-Golf jedenfalls mit Auszeichnung bestanden. Einen kleinen Haken gibt’s allerdings trotzdem: der Preis ist nicht für jedermann erschwinglich. Ab 34.900 Euro geht’s los.

Ich würde es mir sehr wünschen, wenn das Thema Elektromobilität von den Autoherstellern noch intensiver angegangen und von der Politik noch besser unterstützt würde. Volkswagen ist jedenfalls schon auf einem ganz guten Weg. Ich habe große Hoffnung, dass sich dann vielleicht auch etwas am Preis tun würde.

Getan hat sich nach den vier Wochen bei mir auf jeden Fall etwas: mein Bewusstsein für die Umwelt – besonders beim Thema Autofahren – sehe ich jetzt mit anderen Augen.

Tags:
  • Inselliebe
  • Tom Tautz

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Tom Tautz

Nicht nur der Wind verschlägt einem hier auf Sylt ab und zu die Sprache.
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